Auslandsaufenthalt im Studium III: China

Da ich Chinesisch und Management studierte, zog es mich natürlich irgendwann ins Reich der Mitte. Nur von Deutschland aus eine Fremdsprache zu erlernen, machte für mich auch nicht unbedingt Sinn. Die Motivation für meinen Auslandsaufenthalt während des Studiums? Das Land erleben, meine Chinesischkenntnisse verbessern und etwas von den Sitten und Gebräuchen mitnehmen.

So kam es, dass ich im September 2009 im Flieger nach Qingdao saß. Ich hatte nämlich ein Angebot bekommen, in einer Sprachschule ein Praktikum zu machen. Bezahlt wurde es zwar nur mit einem Taschengeld, aber da ich dort Kost und Logis frei hatte, war das kein wirkliches Problem.

China

Symbolbild China ‚© Gerlinde Neumüller / PIXELIO'

Meine ersten Erfahrungen machte ich auf dem Capital Airport in Beijing (Peking). Mein Chinesisch war zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht existent und natürlich konnte vom Flughafenpersonal auch keiner Englisch, weshalb ich mich alleine zu meinem Anschlussflug durchschlagen durfte. Es klappte alles und es fühlte sich gut an!

Die Chefs der Sprachschule hatten einen ihrer Mitarbeiter geschickt, um mich abzuholen und luden mich an meinem ersten Abend gleich zum Essen ein. Sehr nett. Die nächsten Monate half ich ihnen halbtags ihre neue Firmenwebsite zu programmieren und konnte den Rest vom Tag kostenlos das Sprachkursangebot wahrnehmen. Ein Gewinn für beide Seiten.

Da es mein Curriculum vorschrieb, blieb ich gleich noch ein Semester in China und studierte in Shanghai an der Uni ein Semester Chinesisch. Da ich schon die Vorbildung aus Qingdao hatte, war der Kurs weniger schwer und ich konnte wesentlich mehr mitnehmen, als wenn ich direkt aus Deutschland nach Shanghai gegangen wäre. Shanghai ist eine Stadt die von ihrer Größe her für jemanden aus Deutschland unvorstellbar groß ist. Teuer ist sie leider auch, wenn man am Wochenende oder gar unter der Woche mal mit den Freunden um den Block ziehen möchte. Da ich aber ein Stipendium hatte, was meine Studiengebühren und meine Unterkunft in der Uni abdeckte, war das ganze aber doch finanzierbar.

Würde ich es wieder machen? Auf jeden Fall! Es war eine Erfahrung die ich jedem Studierenden nur ans Herz legen kann!

kos

Zurück zur Startseite