Auslandsaufenthalt im Studium IV: Spanien (Erasmus)

Für ein oder zwei Semester einfach einmal die Universität wechseln, das klingt verlockend, doch warum nicht auch gleich das Land wechseln? Auslandssemester sind beliebt, bringen den Studenten weiter und beim zukünftigen Arbeitgeber sind sie auch gerne gesehen. Aber wie funktioniert ein Semester im Ausland und was muss man auf jeden Fall beachten?

Zunächst muss man sich für den passenden Weg ins Ausland entscheiden. Dabei entscheiden sich die meisten Studenten für das EU-Mobilitätsprogramm mit dem klangvollen Namen Erasmus. Neben dieser Variante gibt es allerdings noch viele weitere Möglichkeiten (Hochschulpartnerschaften, Stipendienprogramme oder individuelle Bewerbungen). Doch bleiben wir einfach einmal beim Erasmus.

Symbolbild Madrid ‚© teles5 / PIXELIO'

Das Bewerbungsverfahren für ein Erasmus-Jahr ist relativ simpel und findet meistens zu Beginn des Wintersemesters statt. Neben den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Motivationsschreiben, Sprachzertifikate, Erasmus-Formulare, etc.) kann ein persönliches Gespräch mit dem Koordinator des Ziellandes nicht schaden. Ob man einen Platz im Programm bekommt, hängt von den akademischen Leistungen, der sprachlicher Kompetenz und der persönlichen Motivation ab. Sobald der Programmplatz gesichert ist, geht es an die Planung des Erasmus-Jahres. Dazu gehört unter anderem das Erstellen des so genannten Learning Agreements. Dies ist ein Studienabkommen, welches man mit der Heim- und Gastuni abschließt. Es dient zur Erfassung aller Vorlesungen im Erasmus-Jahr.

Erasmus hat den Vorteil, dass es ein gefördertes Programm ist. Im Verlauf des Erasmus bekommt man einen monatlichen Zuschuss, der die Höhe von 200€ durchaus erreichen kann. Außerdem muss man sich um Studiengebühren im Gastland keine Gedanken machen, denn diese entfallen für den Erasmus-Studenten. Aufgrund der enormen Verbreitung des Erasmus-Programms findet man im Zielland in aller Regel viele gleichgesinnte Mitstudenten. Das erhöht den Spaßfaktor und hilft bei Problemen mit dem Gastland. Meistens entsteht eine richtige Gemeinschaft der Erasmus-Studenten.

Mein Erasmus-Jahr verbrachte ich in Spanien (Madrid). Spanien eignet sich hervorragend als Zielland eines Erasmus. Die Uni geht von Ende September bis Februar und dann gleich weiter von März bis Ende Juni. Es bleibt also genug Zeit, das Land und die Region zu erkunden. Mein Tipp für alle zukünftigen Erasmus-Studenten in Spanien: macht jeden Tag eure Siesta, denn die Spaniern beenden ihren Tag meistens nicht vor 02:00 Uhr. Ganz zu schweigen vom Wochenende!

res

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