BU-Versicherung für Studenten

Berufsunfähigkeit ist ein Risiko, an das Studenten selten denken. Auf der einen Seite sind gerade die ersten zwei bis drei Semester vom Hineinwachsen in einen neuen Lebensabschnitt geprägt. Auf der anderen Seite herrscht sehr oft die Meinung vor, aufgrund des jungen Alters noch nicht an die Vorsorge denken zu müssen. Versicherungsexperten halten diese Sichtweise für falsch, wenn nicht sogar riskant. Auch Studenten können schneller von der Berufsunfähigkeit eingeholt werden, als ihnen lieb ist.

Symbolbild Unfall | BlogStudent.de

Symbolbild Unfall ‚© Thomas Blenkers / pixelio.de'

Ein Unfall kann alles verändern. Schwere Verletzungen mit Langzeitschäden sind ein unangenehmes Szenario, sollten aber bedacht werden. Zumal die staatliche Unterstützung für Studenten mehr als dürftig ausfällt. Erstens gilt seit einigen Jahren Berufsunfähigkeit nur noch für Personen, die vor dem 1. Januar 1961 geboren worden. Der zweite Punkt: Eine Erwerbsminderungsrente ist an Bedingungen geknüpft und zahlt nur, wenn generell keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt werden kann.

Private Sicherheit gegen Berufsunfähigkeit

Was unterm Strich bleibt, ist die private Vorsorge. An dieser Stelle verweisen Versicherungs- und Verbraucherexperten auf die private Berufsunfähigkeitsversicherung. Letztere übernimmt im Leistungsfall die Auszahlung einer Rente. Deren Höhe legt der Versicherte unter Berücksichtigung seines Bedarfs und Einkommens fest. Wie sieht die Situation als Student aus?

Leider ist der Abschluss einer BU-Versicherung für angehende Akademiker nicht immer einfach. Verschiedene Versicherer nehmen Studenten nicht in einen „normalen“ BU-Tarif auf. Stattdessen werden sie nur im Rahmen einer Erwerbsminderungsrente versichert. Wer sich als Student für einen dieser Verträge entscheidet, ist gut beraten, auf eine Klausel zu achten, welche die Umwandlung nach erfolgreichem Abschluss in eine echte BUV ermöglicht.

Eine weitere Schwierigkeit: Assekuranzen deckeln die maximale Höhe der BU-Rente für Studenten. Mehr als 1.000 bis 1.500 pro Monat ist nicht drin. Falls später der Bedarf/das Einkommen wesentlich höher liegen, sollte eine Anhebung der BU-Rentenhöhe über die Nachversicherung möglich sein – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Ein wichtiger Aspekt, der auch bei Familienzuwachs oder dem Anschaffen von Wohneigentum zum Tragen kommt.

Studenten müssen im Rahmen der BU-Rente einige Klippen umschiffen. Allerdings genießen sie auch einen großen Vorteil – einen niedrigen Beitrag (aufgrund des Eintrittsalters). Übrigens: Das Recht der abstrakten Verweisung wird seitens Versicherungsexperten als nachteilig für den Versicherungsnehmer angesehen. Am besten prüfen Studenten immer mehrere Tarifangebote. Hier vergleichen sich Beitrag, Leistungen und Kleingedrucktes noch am besten.

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