Der große Pizzavergleich

Es ist Zeit für einen weiteren Artikel zum Thema Essen und diesmal geht es um das Lieblingsgericht vieler Studenten: Pizza! Bevor sich die Frage nach dem Pizzabelag stellt, muss man zunächst eine viel wichtigere Entscheidung treffen: Darf es eine Tiefkühlpizza sein, eine Pizza vom Lieferdienst (bzw. im Restaurant), oder wie wäre es mit einer selbstgemachten Pizza? Die Unterschiede sind groß.

Symbolbild Pizza | BlogStudent.de

Symbolbild Pizza ‚© Oliver Weber / pixelio.de‘

Die Tiefkühlpizza

Wer keine Lust zum aufwendigen Kochen hat, der greift zu Fertigprodukten und selbst bei regelmäßigen Selbstkochern, landet ab und zu eine Tiefkühlpizza im Einkaufswagen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Tiefkühlpizzen sind billig (meistens 0,90 – 3 Euro), im Ofen innerhalb weniger Minuten fertig, ohne dass man selbst mehr machen muss als die Pizza einzukaufen, auszupacken und in den Ofen zu schieben. Einfacher kommt man kaum zu einem leckeren Essen.

Um eine Pizza zu dem unschlagbaren Preis von weniger als einem Euro anbieten zu können, muss der Hersteller natürlich nicht nur die Produktion optimieren, sondern auch auf möglichst billige Zutaten zugreifen. Da kann schonmal Analogkäse und Schinkenimitat auf der Pizza landen. Das gilt allerdings nicht für jede Pizza. Tiefkühlpizzen gibts auch mit qualitativ guten Zutaten und ohne Zusatzstoffe, auch im unteren Preissegment. Es ist schwierig als Käufer zu kontrollieren was auf und in der Pizza landet.

Ich persönlich habe gerne ein oder zwei Tiefkühlpizzen im Gefrierfach. Als Student habe ich keinen prallen Vorratsschrank oder gut gefüllten Kühlschrank, sondern plane genau, was ich einkaufe und jede Woche esse. Tiefkühlpizza gibt es dann bei mir, wenn mir entweder keine Zeit zum Kochen bleibt, oder nichts anderes mehr da ist. Durch jahrelange Erfahrung weiß ich mittlerweile auch, welche Pizza mir am besten schmeckt und deshalb gibt es auch geschmacklich an Tiefkühlpizzen nicht viel zu kritisieren.

Pizza vom Lieferdienst

Nichtmal mehr eine Tiefkühlpizza im Haus? Dann bleibt eigentlich nur noch der Pizzaservice. Nein, eine Pizza vom Lieferdienst kann mehr sein, als eine Notlösung. Im Vergleich zur Tiefkühlpizza muss man sich allerdings etwas länger gedulden. In der Regel braucht der Lieferdienst zwischen 30 und 45 Minuten. Wenn man nicht über 30 Minuten lang hungrig warten möchte, dann kann man das natürlich durch eine frühzeitige Bestellung verhindern. Oft lässt sich auch ein genauer Lieferzeitpunkt angeben. Der eigene Aufwand ist jedenfalls gleich null.

Die Auswahl an Lieferdiensten ist besonders in größeren Städten gigantisch. Ich selbst bin beispielsweise noch immer auf der Suche nach meinem Lieblingspizzalieferanten und werde wohl noch ein paar Lieferdienste durchprobieren. Die gleiche Pizza schmeckt bei jedem Lieferdienst etwas anders und somit hat man mehr Geschmacksauswahl als bei Tiefkühlpizzen. Deshalb ist es schwierig etwas zum allgemeinen Geschmack zu sagen. Wenn man den richtigen Lieferdienst gefunden hat, dann würde ich den Pizzageschmack auf jeden Fall besser einstufen, als bei der Tiefkühlpizza.

Preislich kommt die Pizza vom Lieferdienst an diese jedoch nicht heran. Die Preisspanne ist relativ groß. Teilweise bekommt man die Pizza schon ab 3-4 Euro, andererseits kann sie auch 18-20 Euro kosten. Eine „Standardpizza“ dürfte jedoch zwischen 6 und 8 Euro liegen. Das ist deutlich teurer als eine Tiefkühlpizza, aber die Pizza ist in der Regel auch größer. Ich persönlich bin nach einer Tiefkühlpizza richtig satt, aber bei einer Pizza vom Lieferdienst genügt mir auch eine halbe. Somit relativiert sich der Preis ein bisschen.

Bei einer Pizza vom Lieferdienst weiß man noch weniger über die Zutaten. Zwar sind diese und eventuelle  Zusatzstoffe auf Flyern oder auch bei der Bestellung im Internet angegeben, aber Nährwertanalysen und genaue Mengenangaben natürlich nicht. Während man bei der industriellen Produktion von strengen Hygienevorschriften und regelmäßigen Qualitätstests ausgehen kann, weiß man nicht wie die Küche des Pizzadienstes aussieht. Man kann nur hoffen, dass hier die staatlichen Kontrolleure ihren Job gut machen und muss ansonsten dem Lieferdienst vertrauen. Auf den Preis der Zutaten muss der Pizzaservice auch genau achten, worunter die Zutatenqualität leiden kann.

Die selbstgemachte Pizza

Eine Pizza selbst zu machen ist weniger Aufwand als viele denken, aber natürlich mehr als sich eine Tiefkühlpizza heiß zu machen oder eine Pizza zu bestellen.

Zudem hat man bei einer selbstgemachten Pizza die Kontrolle über die Zutaten und bestimmt durch deren Auswahl die Qualität der Pizza. Selbst der Preis lässt sich als Vorteil verbuchen: Eine selbstgemachte Pizza kann problemlos unter einem Euro liegen und selbst bei vielen verschiedenen hochwertigen Zutaten liegt sie unter dem Preis des Lieferdienstes. Geschmacklich ist für mich die selbstgemachte Pizza klarer Sieger.

Pizzarezepte findet man viele im Internet und sie unterscheiden sich eigentlich nur unwesentlich. Ich gebe hier ein Rezept an, das ich selbst schon mehrmals benutzt habe.

Das Rezept ist für vier dünne Pizzen. Wer die Pizzen etwas dicker mag, kommt dann eher auf 3. Die benötigten Zutaten für den Teig sind:

– 1 Würfel Hefe
– 250 ml Wasser
– 500 g Mehl
– 1 Teelöffel Salz
– 3 Esslöffel Öl (am besten Olivenöl)

Die Hefe zuerst in ein bisschen lauwarmem Wasser auflösen und dann zusammen mit den anderen Zutaten verkneten. Insgesamt auf keinen Fall mehr als 250 ml Wasser hinzugeben, sonst wird der Teig zu klebrig. Wird er das trotzdem, dann hilft einfach etwas mehr Mehl. Der Pizzateig ist optimal, wenn er nicht klebt, aber auch nicht trocken ist.

Alles gut verknetet? Dann muss der Teig mindestens 2 Stunden (besser 3-4) zugedeckt ruhen, um aufzugehen. Deshalb sollte man den Teig frühzeitig vorbereiten. Den Teigklumpen rundum mit ein wenig Mehl zu bestäuben sorgt dafür, dass man den Teig später wieder gut aus der Schüssel bekommt.

Ist der Teig fertig aufgegangen, dann in 4 gleich große Stücke teilen und diese ausrollen. Mehl sorgt auch hier dafür, dass der Teig nicht am Tisch oder am Teigausroller kleben bleibt. Bevor man den Teig ganz dünn ausrollt, am besten erst auf Backpapier heben und dort zu Ende ausrollen. Jetzt wird die Pizza belegt.

Man kann mit dem Teig auch Flammkuchen machen, dann kommt eine Mischung aus Quark und Sauerrahm und anschließend Schinkenwürfel sowie optional Zwiebeln, Pizzakäse und Mozzarella auf den Teig.

Für eine Pizza wird der Teig mit einer Schicht Tomatensauce (etwas dickflüssiger, z.B. aus dem Glas) bestrichen. Dabei einen Rand freilassen. Welche Zutaten dann auf die Pizza kommen ist einem selbst überlassen. Ich beschreibe hier als Beispiel die Zutaten für eine Thunfischpizza.

Auf die Tomatensauce kommt bei mir eine Dose Thunfisch, Zwiebeln und Mozzarella. Darüber streue ich dann noch Pizzakäse. Theoretisch passen auf eine Thunfischpizza auch noch Kapern, Sardellen oder Knoblauch.

Wer besonderen Wert auf einen knusprigen Pizzarand legt, der sollte diesen mit etwas Wasser bestreichen, bevor die Pizza in den Ofen kommt. Besonders gut werden die Pizzen, wenn man sie mitsamt Backpapier auf ein umgedrehtes Backblech (auf dem Ofenboden) legt. Man muss dann die Pizzen zwar nacheinander machen, aber bei 250 Grad Ober-/Unterhitze brauchen dünne Pizzen nur 3-4 Minuten. Alternativ kann man sie auch wie Tiefkühlpizzen machen, z.B. immer zwei Pizzen auf die Gitterroste bei 200 Grad Umluft. Sie müssen dann etwas länger in den Ofen.

Die selbstgemachte Pizza ist zwar wirklich super lecker und auch preislich in Ordnung, aber um sich selbst eine einzelne Pizza zu machen, wäre mir der Aufwand zu groß. Wenn man allerdings für die ganze Familie oder Freunde Pizza macht, dann lohnt sich das zeitlich und schmeckt sicherlich allen.

Schreibt gerne in den Kommentaren, wie ihr eure Pizza am liebsten mögt.

Was auch immer euer Favorit ist: Ich wünsche einen guten Appetit und einen abwechslungsreichen Speiseplan!

Felix

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