Die Studentenküche und ihre Ausstattung

Wie eine typische Studentenküche aussieht, dürfte schwierig zu beantworten sein, aber die wenigsten Studenten werden sich eine Designerküche mit Komplettausstattung leisten können. In der Regel muss man sich nicht selbst um eine neue Küche kümmern, da die meisten Wohnungen mit Küche vermietet werden. Sollte das nicht der Fall sein, oder möchte man die vorhandene Küche ersetzen, dann stellt sich die Frage, wo man die Küche kauft und welche Küchen- und Elektrogeräte man braucht.

Symbolbild Einbauküche | BlogStudent.de

Symbolbild Einbauküche ‚© Fersing / pixelio.de‘

Wo bekomme ich eine neue Küche her?

Die Luxusvariante ist sicherlich eine persönliche Beratung bei einem Küchenhersteller/Küchenstudio mit Erstellung eines Küchenplans, Auswahl der passenden Geräte, Materialien und Farben mit professionellem Einbau. Das ist sehr komfortabel und die Küche entspricht nachher exakt den eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Es ist allerdings eher etwas für Studenten, die ihre Küche intensiv nutzen und vielleicht etwas längerfristiger planen möchten. Eine Küche lässt sich beim Umzug zwar mitnehmen, passt dann aber vermutlich nicht genau in die neue Wohnung. Die Preisspanne ist zwar sehr groß und nach oben hin sind kaum Grenzen gesetzt, aber mit 3000-5000 Euro muss man mindestens rechnen und da sind in der Regel noch keine Elektrogeräte dabei!

Günstige neue Küchen gibt es z.B. im Fabrikverkauf, als Muster-/ oder Ausstellungsküchen, im Baumarkt, oder als besondere Angebote teilweise auch im Küchenstudio oder in der Küchenabteilung eines Möbelhauses. Im Internet ist die Auswahl besonders groß. Die günstigsten Küchen liegen bei etwa 1000 Euro, ein paar wenige sogar darunter. Die Kosten für Elektrogeräte wie Backofen, Kühlschrank und eventuell Geschirrspüler kommen dazu. Auch hierbei lässt sich relativ genau auf die eigenen Wünsche eingehen und die Küche gut planen.

Die günstigsten Küchen sind natürlich die gebrauchten Küchen. Gebrauchte Küchen findet man über Inserate in Zeitungen oder aber im Internet. Eine gute Küche bekommt man für kaum mehr als 2000 Euro, aber es geht deutlich biller. Es gibt auch viele Küchen für 500-1000 Euro und manche sind sogar ganz umsonst. Zu beachten ist beim Gebrauchtküchenkauf der Standort der Küche, ob sie momentan aufgebaut ist, ob man den Abbau selbst übernehmen muss, das auch kann und wie man die Küche transportiert und wieder aufgebaut bekommt. Die Küche vor dem Kauf am besten genau inspizieren. Gerade bei gebrauchten Küchen unbedingt darauf achten, dass die Anschlüsse in der neuen Wohnung zur Küche passen. Müssen neue Leitungen gelegt werden, dann kann das sehr teuer werden. Eventuell lassen sich die Elektrogeräte gleich mitkaufen, oder anderswo gerbraucht oder neu günstig erwerben.

Muss man den Einbau selbst übernehmen, dann sollte man möglichst jemanden dabei haben, der sich damit auskennt. Passt etwas doch nicht so, wie eigentlich gedacht, lässt sich das vielleicht noch korrigieren. Dennoch sollte man sorgfältig planen. Während der Aufbau der Einbauküche für eine handwerklich geschickte Person machbar sein sollte, benötigt man vor allem für den Aufbau und Anschluss von Backofen mit Herdplatte und Dunstabzugshaube fachmännische Hilfe.

Muss mein Vermieter eine neue Küche kaufen?

Zunächst kommt es darauf an, was im Mietvertrag steht. Wurde die Wohnung mit Küche vermietet, dann muss sie auch mit einer Küche ausgestattet sein. Wann ein Küche erneuert werden muss, hängt unter anderem von der Gebrauchsintensität ab. Die Lebensdauer einer Einbauküche dürfte wohl zwischen 10 und 25 Jahren liegen. Der Vermieter muss zwar dafür sorgen, dass eine mitvermietete Küche hygienisch einwandfrei und voll gebrauchsfähig ist, aber die Küche nicht ständig auf dem neusten technischen Stand halten.

Möchte oder muss der Mieter selbst eine neue Küche einbauen, dann ist das prinzipiell möglich. Nimmt man aber deutliche Veränderungen vor (z.B. an Wänden oder Leitungen), dann sollte man das mit dem Vermieter zuvor abklären und dessen Zustimmung einholen. Beim Auszug kann man die eigene Küche wieder mitnehmen, muss aber den ursprünglichen Zustand wiederherstellen, solange das mit dem Vermieter nicht anders geregelt wurde.

Welche Küchen-/Elektrogeräte braucht man wirklich?

Ein Backofen mit Herdplatte sollte natürlich schonmal vorhanden sein. Der Kühlschrank sollte nicht überdimensioniert sein. Eine Singlewohnung braucht keinen riesigen Kühlschrank, denn ein leerer Kühlschrank verbraucht nur jede Menge Strom. Ein Gefrierfach zu haben, halte ich persönlich für unverzichtbar, aber ich kenne auch Studenten, die ohne überleben. Auch eine Geschirrspülmaschine finde ich ziemlich praktisch, da ich nicht wirklich gerne Geschirr spüle. Aber auch hier reicht ein kleiner Geschirrspüler für 1-2 Personen vollkommen aus.

Ob man Mikrowelle, Kaffeemaschine, Toaster, Mixer, Saftpresse, Brotschneidemaschine, Sandwichmaker und alle möglichen anderen Küchengeräte wirklich braucht, muss man selbst entscheiden. Ich halte alles davon für verzichtbar und investiere lieber in gute Töpfe, Pfannen und Küchenmesser.

Eine günstige Erstausstattung an Geschirr, Besteck und Reinigungsmitteln für Küche und Haushalt lässt sich entweder bestellen, oder beispielsweise im Möbelhaus besorgen.

Mit einer guten Küche und Küchenausstattung kocht es sich nicht nur leichter und besser, sondern auch lieber und im Endeffekt kocht man dann deutlich häufiger.

Felix

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