Umzug in eine neue Wohnung: Stress und Chaos?

Das Studium beginnt bald und man hat sich entschlossen in eine neue Wohnung zu ziehen. Die Wohnungssuche war erfolgreich, aber eine Hürde ist noch zu nehmen: Der Umzug steht bevor. Nun heißt es alle Freunde, Bekannte und Verwandte zu mobilisieren, damit der Umzug möglichst schnell und günstig über die Bühne geht.

Symbolbild Umzug | BlogStudent.de

Symbolbild Umzug ‚© Romy1971 / pixelio.de'

Mit welchem Aufwand man bei einem Umzug rechnen muss, hängt von mehreren Faktoren ab: Zieht man in eine weit entfernte Stadt? Müssen alle bisherigen Möbel mit, oder kauft man sich neue?

Gerade wenn das alte Zimmer im Elternhaus für künftige „Heimatbesuche“ erhalten bleiben soll, müssen zwar weniger oder vielleicht gar keine Möbel mitgenommen, aber umso mehr neue Möbel gekauft werden. So heißt es rechtzeitig im Internet nach Möbelgeschäften in der Nähe des neuen Wohnortes suchen. Bevor man sich aber im Kaufrausch durch das schier unendliche Möbelangebot kämpft, sollte man die neue Wohnung möglichst zentimetergenau vermessen. Ein Abschätzen nach Augenmaß reicht mit Sicherheit nicht und führt nur zu jeder Menge Ärger.

Der Möbelkauf ist ein Thema für sich, auf das ich nicht näher eingehen will. Allein beim Gedanken an die eigenen Möbelhausabenteuer beginnen meine Füße zu schmerzen und ich werde wohl in den nächsten 10 Jahren nicht mehr freiwillig das schwedische Möbelhaus mit den 4 Buchstaben betreten. Es gibt sicherlich auch Menschen denen ein 5-stündiger Kaufmarathon nichts ausmacht, aber ich gehöre zweifellos nicht dazu.

Alles was man von der alten in die neue Wohnung mitnehmen will, muss natürlich erstmal sorgfältig verpackt werden. Glücklicherweise gibt es so wunderbare Erfindungen wie Umzugskartons. Diese technischen Wunder eignen sich hervorragend, um das eigene Hab und Gut zu verstauen. Kaufen kann man die Pappkartons z.B. in Möbelhäusern, Baumärkten oder im Internet. Oftmals haben Freunde, Bekannte und Verwandte aber auch noch welche im Keller stehen. Für die genannten Personen ist so ein Umzug auch immer der richtige Zeitpunkt, um beispielsweise schrecklich buntes und nie benutztes Geschirr loszuwerden. Solch „wertvolle“ und zerbrechliche Ware will natürlich sicher verpackt werden.

Ordentliche Menschen beschriften die Kartons sorgfältig und haben zuvor alles mit System verpackt. Das hilft nachher zugegebenermaßen dabei, benötigte Sachen wiederzufinden und der Reihe nach auszupacken. Wirklich wichtig wird Ordnung vor allem dann, wenn man Möbel auseinander und in der neuen Wohnung wieder zusammen bauen muss. Hat man vorher die Bauanleitungen gesucht und gefunden und alle Bauteile verpackt, dann findet man später auch wieder die passenden und vor allem alle Schrauben. Mit dem richtigen Werkzeug ist dann der Abbau und Wiederaufbau zwar immer noch lästig, aber zumindest machbar.

Zu klären ist außerdem die Frage des Transports. Je nach Transportweite und -menge reicht meistens entweder ein normales Auto, oder aber ein gemieteter Kleintransporter. Mit einer Recherche im Internet findet man sicherlich ein günstiges Mietangebot. Eine gute Zeitplanung hilft dabei, die Nutzungszeit für das Fahrzeug möglichst kurz zu halten.

Nur für den Möbelkauf braucht man nicht unbedingt ein Fahrzeug. Die meisten Möbelhäuser liefern gegen einen bestimmten Betrag die Möbel zur neuen Wohnung. Das einzige Problem hierbei: Den Lieferzeitpunkt kann man nicht völlig frei wählen und es kann sein, dass man am Liefertag ein paar Stunden in der leeren Wohnung auf seine Möbel warten muss.

Nicht vergessen darf man die Formalien, die ein Umzug mit sich bringt. In Deutschland herrscht Meldepflicht und deshalb muss das entsprechende Einwohnermeldeamt innerhalb einer bestimmten Frist (meist 1 oder 2 Wochen) über den Umzug informiert werden. Die nötigen Formulare sind vor Ort erhältlich und die neue Anschrift wird im Personalausweis eingetragen. In der Regel ist die Ummeldung kostenlos.

Außerdem muss die neue Anschrift z.B. Banken, Krankenkassen und Versicherungen mitgeteilt werden. Wer sich hierbei einen Teil des Aufwandes ersparen möchte, der kann auch einen kostenlosen Online-Service zum Ummelden nutzen. Eine weitere Möglichkeit ist, ein Nachsendeauftrag bei der Post zu stellen. Dadurch wird an die eigene Person adressierte Post zur alten Adresse automatisch zur neuen Adresse weitergeleitet. So kann man verhindern, dass Post verloren geht und man hat zusätzliche Zeit, die neue Anschrift jedem mitzuteilen.

Zusammenfassend gilft für den Umzug natürlich: Je mehr Hände helfen, desto schneller und stressfreier gelingt der Umzug. Ganz ohne Stress und Ärger geht es aber wohl nicht und der Aufwand ist auch nicht gerade gering.

Felix

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