Geld sparen: der Trend ReCommerce

ReCommerce ist ein Trend, der sich innerhalb der letzten Jahre in Deutschland immer mehr durchsetzt. Dabei kaufen Plattformen im Internet gebrauchte Waren zu festen Preisen an, bereiten diese auf, führen eventuell auch Reparaturen durch und verkaufen sie dann weiter. Was genau macht ReCommerce so attraktiv und für Studenten so interessant?

Recommerce, der moderne Flohmarkt? | BlogStudent.de

Recommerce, der moderne Flohmarkt? ‚© Peter von Bechen / pixelio.de‘

Ein Zimmer voller gebrauchter Schätze

Wenn ich mich in meinem Studentenzimmer umblicke, dann sehe ich viele Dinge, die ich nicht mehr brauche. Manches liegt seit Jahren unbenutzt in der Ecke. Bei genauer Betrachtung ist das eine ziemliche Geldverschwendung. Gerade Elektronikprodukte verlieren schnell an Wert und wenn man sie nicht mehr benutzt, sollte man sie eigentlich zügig verkaufen und nicht erst bis zum nächsten Umzug mit dem Ausmisten warten. Ich muss eingestehen, dass ich diesen Aufwand meist scheue. Aber wie kompliziert oder einfach ist es eigentlich mittlerweile, gebrauchte Gegenstände zu verkaufen?

Früher Flohmarkt heute ReCommerce?

Wenn ich meine gebrauchten Gegenstände hätte zu Geld machen wollen, dann wäre vor zehn Jahren wahrscheinlich der Flohmarkt meine erste Wahl gewesen. Ich hätte alles sortiert, mir den Kopf über Preise zerbrochen, diese dann auf unzählige Preisschilder geschrieben, Kisten gepackt, diese auf dem Flohmarkt wieder ausgepackt und dann natürlich Stunden lang versucht meine Ware tatsächlich zu verkaufen. Das alles hat damals durchaus Spaß gemacht, aber es war auch anstrengend. Schnell und unkompliziert war es jedenfalls nicht.

Vor fünf Jahren hätte ich wahrscheinlich die Auktionsplattform im Internet dem Flohmarkt gegenüber vorgezogen. Jeder Gegenstand hätte eine gute Artikelbeschreibung gebraucht und natürlich auch ein vorteilhaftes Foto. Der Verkauf aller Artikel hätte dann wiederum einige Zeit in Anspruch genommen. Auktionen sind zwar nach wie vor durchaus spannend und wer sich informiert, viel Zeit und Mühe investiert, der kann sicherlich gute Preise herausholen, aber schnell und unkompliziert würde ich sie nicht nennen.

Heutzutage fällt meine Wahl hingegen auf ReCommerce-Plattformen. Dort muss man den entsprechenden Artikel lediglich auswählen und erhält nach wenigen Klicks direkt ein Preisangebot. Der Versand erfolgt oft kostenlos. Schneller und unkomplizierter geht es eigentlich kaum.

Für fast alles einen Abnehmer

Viele Ankaufsplattformen haben sich auf bestimmte Produktkategorien spezialisiert. So gibt es eigene Plattformen für Bücher, PC-Spiele, Elektronik und Bekleidung. Ob ich also mein iPad 4 verkaufen will, oder ein zehn Jahre altes Buch, es gibt für fast alles einen Abnehmer. Bei selteneren Büchern oder CDs kann es aber natürlich auch schon mal sein, dass dafür bei einer Plattform kein Preisangebot vorliegt.

Fazit

ReCommerce-Plattformen im Internet versuchen den Verkauf von gebrauchten Gegenständen so leicht und unkompliziert wie möglich zu machen und damit gerade auch Leute anzusprechen, die bisher den Aufwand gescheut haben. Fast jeder hat Dinge, die er nicht mehr braucht und somit quasi bares Geld herumliegen. Bei dem Verkauf von gebrauchten Gegenständen kommt es in der Regel nicht darauf an, den optimalen Preis zu erzielen, sondern es ist vielmehr entscheidend, den Gegenstand überhaupt zu verkaufen. Gerade Studenten können und sollten es sich nicht leisten, teure und nicht mehr benutzte Elektronik zum Staubfänger verkommen zu lassen.

Felix

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