Worauf muss ich achten, wenn ich neben dem Studium als Freelancer arbeiten möchte?

Du willst Geld neben dem Studium verdienen und fragst dich zurecht, wie du das anstellen sollst? – Naja, also da gibt es zwei ganz nette Wege. Du könntest ganz klassisch einen Nebenjob annehmen und irgendwo kellnern, Regale auffüllen oder auch für deine Mitmenschen einkaufen. Freie Wahl. Oder du gehst einen eventuell noch viel zukunftsträchtigeren Schritt und machst dich zum Freelancer, um eigene Dienstleistungen anzubieten. Ganz so einfach wie der andere Weg ist das nicht, aber eben auch viel cooler. Erfahre hier also, was du beachten solltest, um als Freelancer neben dem Studium durchstarten zu können und zu dürfen.

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Freibeträge nutzen als Freiberufler ‚© Thorben Wengert / pixelio.de‘

Als Freelancer bist du Freiberufler und somit frei

Was an diesem ganzen Freelancer-Dasein so cool ist, das magst du dich vielleicht fragen. Immerhin bringt es eine Menge Aufwand mit sich. Auf diese Frage gibt es aber eine Menge Antworten, die das wettmachen. Einmal ist es natürlich Fakt, dass du für dich selbst arbeitest und dein eigener Chef bist. Du arbeitest, wann, wo und wie du möchtest, bist nicht an Schichtzeiten oder sonstig organisierte Arbeitszeiten gebunden. Als Freelancer gliederst du deine Tätigkeit ganz nach der freien Zeit, die du neben dem Studium freischaufeln kannst. Und wer kann außerdem von sich behaupten, Aufträge von verschiedenen Auftraggebern zu erhalten – zum Beispiel über Jobbörsen wie Freelance Junior aus Hamburg –, diese entspannt abzuarbeiten und am Ende unter eigenem Namen eine Rechnung ausstellen zu dürfen? – Freiberufler zu sein hat genau das und noch mehr; auch wenn es das Risiko des nicht immer gesicherten Einkommens mitbringt.

 

Gibt es diese Einkommenslücken wirklich?

Besonders in der Anfangszeit, wenn du erst noch im Aufbau deines kleinen Unternehmens bist, fließt nicht immer gleich das große Geld, von dem du problemlos leben kannst. Viel wichtiger ist es aber, dass du die Sache mit Leidenschaft durchziehst und zumindest in der Anfangszeit noch finanzielle Reserven nebenbei hast, die du gegebenenfalls nach und nach wegschaufeln kannst. Im Studium bekommst du recht möglicherweise BAföG und hast somit schon einmal eine Art monatliches Grundeinkommen, das zusätzlich durch verschiedene Freibeträge „aufgestockt“ wird. Und als Freelancer kannst du außerdem von vielen finanziellen Vorteilen profitieren, hinsichtlich Steuern, gesetzlichen Regelungen und so weiter. Als Kleinunternehmer zahlst du nicht mehr als die Einkommensteuer (und Solidaritätszuschlag + evtl. Kirchensteuer); weit weniger also als viele andere Selbständige zahlen müssen, bei denen noch Umsatzsteuer, Gewerbesteuer etc. auf den Plan kommt. Bei der Einkommensteuer hast du außerdem noch einen jährlichen Grundfreibetrag von aktuell 8.820€ (2017), auf den keine Steuern erhoben werden. Und auch mit deiner Krankenkasse kannst du einmal reden, was Vorteile angeht. Das zusammen, vielleicht noch mit Unterstützung durch die Eltern und eben eigenem Engagement, sich um Aufträge zu bemühen, dürfte großen Einkommenslücken normalerweise vorbeugen. Irgendwie schaffen es ja alle.

 

Welche Vorteile genießen Freelancer noch?

Die Creme de la Creme kommt zumindest aus buchhalterischer Sicht aber erst jetzt: Denn solltest du einen jährlichen Umsatz von unter 17.500 Euro generieren, was in der Anfangszeit sehr wahrscheinlich ist, bist du von einigen Nachweispflichten befreit. Du musst lediglich eine Gewinn- und Verlustrechnung in der Steuererklärung beifügen und musst dich weder um Bilanzen, noch um Umsatzsteuervoranmeldungen kümmern. Und du kannst viele Ausgaben als Betriebsausgaben geltend machen und von der Steuer absetzen, wovon du am Ende dann noch weniger zahlen musst.
Klingt doch echt gut oder was meinst du?!

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