Gastartikel: Rhetorik im Studium

Für viele Studenten ist Rhetorik nur ein abstrakter Begriff, mit dem sie zunächst einmal nicht viel anzufangen wissen. Unter dem Begriff Rhetorik versteht man allgemein die Kunst des Redens. Dabei kann sich die Rhetorik sowohl mit der Erstellung einer Rede selbst befassen, als auch mit der Analyse bereits verfasster Reden und Texte. Eine geschulte Rhetorik gehört sozusagen zu den Kernkompetenzen eines Studenten. Ein Seminar für Rhetorik dient dazu diese Fähigkeit zu erlernen.

Symbolbild Rhetorik ‚© S. Hofschlaeger / PIXELIO’

Was nützt mir ein Seminar für Rhetorik?

Heutzutage kommen nur noch wenige Berufe ohne Kommunikation mit anderen Menschen aus. Das heißt, wenn man Erfolg im Beruf haben möchte, muss man auch erfolgreich mit Kollegen, Mitarbeitern oder Kunden kommunizieren können. Ein Rhetorik Seminar zielt also nicht nur darauf ab große Reden schwingen zu können, sondern schult vor allem den erfolgreichen Umgang mit der Sprache in Wort und Schrift. Im Idealfall ist man am Ende eines Seminars für Rhetorik in der Lage sich gegenüber anderen so auszudrücken, dass man verstanden wird und die Angesprochenen entsprechend handeln.

Was wird dort gelernt?

In Rhetorik-Seminaren beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Praxis der Redekunst. Dabei wird zumeist in Kleingruppen gearbeitet. Man erlernt Sprech- und Redetechniken und erhält ein Feedback von der Gruppe. Mit einer positiven oder negativen Rückmeldung kann man an sich arbeiten und immer besser werden. Obwohl die Rhetorik ihre Wurzeln im antiken Griechenland hat, ist die Kunst des Redens und Präsentierens auch heute noch brandaktuell.

Für wen eignet sich dieses Seminar?

Ein Seminar für Rhetorik eignet sich für alle Studenten, die im späteren Leben viel Umgang mit anderen Menschen haben werden. So hängt der Erfolg eines Arztes beispielsweise davon ab, ob er das Therapiekonzept einem Patienten so erklären kann, dass dieser es versteht und sich an die Vorgaben des Arztes hält. Wer andere Menschen erreichen möchte, muss also reden können.

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4 Gedanken zu „Gastartikel: Rhetorik im Studium“

  1. Gelungener Beitrag! Wer hat ihn denn geschrieben? Frage ich neugierig, denn der Redner ist immer wichtig für die Glaubwürdigkeit einer Aussage. Klingt sehr nach Tübinger Rhetorik, warte daher auf Bestätigung.

    In den USA und in Skandinavien sowie Frankreich gehören rhetorische Grundkurse in die Curricular jedes Hochschulabsolventen. In Deutschland sind wir jedoch weit davon entfernt. Als Dozentin arbeite ich selbst mit zwei Universitäten zusammen, in denen wir “Kommunikationskurse” anbieten. Die meisten Lehrenden/Organisatoren haben keine klare Vorstellung davon, was Rhetorik – strategische Kommunikation – im Grunde bedeutet. Allein 2010 hatte ich bereits mehrere Anfragen von Unis, wo die Studierenden selbst nach Rhetorikseminaren gefragt haben, dann sich aber scheuen dafür eine Investitution zu leisten und sei es nur ein symbolischer Wert.

    Sich zielgerichtet auszudrücken ist dabei grundlegende Vorraussetzung um als Fach- und Führungskraft mit anderen Projekte und Ziele zu verwirklichen. Ich hoffe sehr, dass sich das in den nächsten Jahren die Einstellung und die Bewertung von rhetorischen Fähigkeiten für unsere Studierende verändert.

    Ein ermunternde Gruß einer Alumni der Tübinger Rhetorik

    Judith Torma

  2. Mit einem Seminar zur Rhetorik – gut in Kombination mit Körpersprache – ist immer besser als ein Buch, da man persönliche Rückmeldung erhält. So lernt man die eigene Überzeugungskraft zu steigern und nicht nur sein Wissen darüber.

  3. Sehr interessanter Artikel!
    Ich bin selbst Student und überlege schon seit langem mich der Rhetorik mehr zu öffnen, um Vorträge oder Reden gut durchzuführen. Ich stieß auf eine Rednerschule, die mir Rhetorik Tipps gab in Rhetorik Seminaren. Das half meiner Rhetorik sehr!

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