Der studentische Wohnungsmarkt nach Semesterbeginn: Eine Bilanz

Kurz nach Beginn des Wintersemesters ist der Zeitpunkt gekommen, um einen kleinen Blick auf den studentischen Wohnungsmarkt zu werfen. Viele Studienanfänger haben in den vergangenen Wochen trotz angespannter Wohnungssituation eine neue Bleibe gefunden.

Aufgrund der hohen Studentenzahlen, die auch in den nächsten Jahren weiter auf ungefähr 2,3 Millionen steigen werden, mussten allerdings vielerorts Notlösungen zur Unterbringung gefunden werden. Ein Extrembeispiel ist Heidelberg. Hier muss immernoch auf Notquartiere zurückgegriffen werden und es warten weiterhin rund 3000 Studenten auf einen dauerhaften Wohnplatz.

Symbolbild Umzug | BlogStudent.de
Symbolbild Umzug ‚© Rainer Sturm / pixelio.de'

Gerade in Städten mit einem hohen Studentenanteil gemessen an der gesamten Einwohnerzahl können steigende Studienanfängerzahlen nicht so einfach kompensiert werden. Eine Wohnung in München ist hingegen leichter zu finden, aber dafür leider nicht unbedingt zu finanzieren.

Der Wohnungsnot entgegenwirken möchten in Zukunft vermehrt Investoren, die den studentischen Wohnungsmarkt als neue Nische entdecken. In vielen Städten sind bereits speziell auf studentische Bedürfnisse zugeschnittene Wohnungen in Planung oder sogar im Bau.

Bis sich der Wohnungsmarkt durch solche neuen Konzepte jedoch entspannt, ist eine intelligentere Nutzung vorhandener Wohnungspotentiale notwendig. Eine sinnvolle Idee sind “innovative WGs”, die den Studenten gegen Hilfeleistungen einen Wohnplatz bieten. Nicht nur Senioren suchen Hilfe von Studenten und bieten hierfür ein billiges Studentenzimmer an. Mittlerweile beteiligen sich immer mehr Vermieter daran. Für Studenten die bereit sind, sich zu engagieren und verlässlich sind, ergeben sich so neue Möglichkeiten mit begrenzten Wohnungsgeld zurechtzukommen.

Die Wohnungssuche in Studentenstädten wird in den kommenden Monaten weiterhin eine Herausforderung bleiben. Sobald alle noch Wohnungssuchenden erst einmal untergebracht sind, halten andere schon wieder nach einer neuen Wohnung Ausschau, sei es weil es in der WG nicht funktioniert hat, oder weil der Wohnheimsplatz nur als Notlösung gedacht war.

Allen Suchenden ist viel Glück zu wünschen, dass sie diese erste große Prüfung im Studium erfolgreich bewältigen.

fes

Zurück zur Startseite

4 Gedanken zu „Der studentische Wohnungsmarkt nach Semesterbeginn: Eine Bilanz“

  1. Die Wohnungssuche gestaltet sich für Studenten zunehmend schwieriger. Die Mietpreise steigen, die frei verfügbaren Wohnräume auf dem Markt tendieren gegen Null. Auch in der Schweiz ist das Problem in den Städten durchaus ein Problem. Da melden sich schon mal um die 50 Mitbewerber um eine Wohnung bzw. ein WG-Zimmer. Deshalb sind neue alternative Wohngemeinschaftsformen gefragt. Die Idee mit den sozialen Hilfeleistungen im Tausch gegen preiswerten Wohnraum hat Zukunft. Auch für Studierende in der Schweiz (darunter viele Studenten aus Deutschland) wird ein entsprechendes «Wohnen für Hilfe» Konzept unter http://www.conviva-plus.ch/index.php?page=106 angeboten. Doch nicht nur die soziale Hilfe und der günstige Wohnraum stellen zusammen eine neue Form von einem WIn-Win-Wohnmodell dar. Auch die soziale Gesellschaft für beispielsweise vereinsamte Senioren, welche selber noch über genügend ungenutzten Wohnraum verfügen, können mit dieser alternativen Wohnform nur profitieren.

  2. Meine Wohnungssuche war hart, lang und schwierig, aber als ich kurz davor war aufzugeben, schlussendlich erfolgreich. Jetzt bin ich super zufrieden mit meiner Wohnung in Freiburg.

  3. man sollte sich immer viel zeit lassen mit der suche. auch mal ein paar mehr wohnungen ansehen, wenn die zeit es zulässt. später wird man es danken, wenn man eine tolle wohnung hat.

  4. Nicht für umsonst raten Finanzberater immer häufiger zu Immobilien in Studentenstädten als Geldanalage. Auf der Strecke bleibt leider meist nur der Geldbeutel des Studenten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.