Der studentische Wohnungsmarkt

Sucht man als Student eine Wohnung, muss man sich zwangsläufig mit dem studentischen Wohnungsmarkt auseinandersetzen. In der Vergangenheit habe ich bereits mehrfach die schwierige Wohnungssituation in vielen Studentenstädten erwähnt. Es ist nahe liegend, dass gerade in kleineren Städten, die allerdings einen hohen Studentenanteil aufweisen, zu wenig Wohnraum vorhanden ist. Typische Beispiele dafür sind Freiburg und Heidelberg. Aber auch in größeren Städten kann es sich als Herausforderung erweisen, eine geeignete Wohnung zu finden. Es erscheint beinahe unmöglich, in München bezahlbaren Wohnraum in einigermaßen zentraler Lage zu finden.Allerdings sind auch positive Entwicklungen zu erkennen.

Symbolbild "Mieter gesucht" | BlogStudent.de
Symbolbild “Mieter gesucht” ‚© Rainer Sturm / pixelio.de‘

So entstehen viele neue Wohnungen, die speziell für Studenten gebaut werden und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Und dabei handelt es sich eben nicht mehr um Wohnheime, sondern um Wohnkomplexe mit Einzelwohnungen und Wohnungen, die speziell für WGs vorgesehen sind. Gerade Letzteres scheint eine recht neue Entwicklung zu sein. Einige Vermieter stehen auch heute noch WGs ablehnend gegenüber. Solche Bedenken sind zwar einerseits verständlich, aber andererseits meistens doch absolut unbegründet. Mittlerweile gibt es aber auch viele Wohnungseigentümer, die ganz gezielt an WGs vermieten. Auch als Geldanlage liegt die Studentenwohnung absolut im Trend. Deshalb ist zu hoffen, dass sich trotz steigender Studentenanzahl die Wohnungssituation langsam bessert.

Immerhin kommt die 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zum Ergebnis, dass 2012 mittlerweile 65 % der Studenten mit ihrer derzeitigen Wohnsituation zufrieden oder sogar sehr zufrieden sind. Im Jahr 2009 waren es hingegen nur 60 %.

Doch selbst wenn das Angebot an Wohnraum für Studenten steigt, bleibt das Finden einer geeigneten Wohnung nichtsdestotrotz für viele Studenten eine große Herausforderung. Gerade wenn man zum ersten Mal selbst eine Wohnung finden muss und das auch noch in einer völlig anderen Stadt. Für mich ist es kaum noch vorstellbar, wie frühere Studentengenerationen die Wohnungssuche ohne Internet bewältigen konnten. Natürlich wird auch heute noch per Aushang an Universitäten nach Mitbewohnern oder Nachmietern gesucht und selbstverständlich bleiben auch die Zeitungsanzeigen ein bewährtes Mittel eine Wohnung zu finden. Dennoch macht das Internet die Suche viel effektiver. Man kann in Sekundenschnelle hunderte Anzeigen filtern und durchsuchen, erhält zusätzlich Informationen wie zum Beispiel Bilder und kann schnell und einfach Kontakt aufnehmen. Mithilfe des Internets kann man auch eine Wohnung mieten in München mit Nestoria.

Die Suche nach einer Wohnung ist dabei aber ein Thema für sich, dass ich sicher in Zukunft noch weiter behandeln werde. Ich kann allerdings eine meiner eigenen Erfahrungen teilen, die mir in Erinnerung geblieben ist. Ich bin davon überzeugt, dass ich bei mehreren Wohnungsbesichtigungen vor einigen Jahren nur deshalb keine Chance hatte, weil viele Interessenten zusammen mit ihren Eltern zur Besichtigung erschienen sind und ich nicht. Nicht jedem Vermieter ist so etwas wichtig, aber gerade wenn der Vermieter zuvor schlechte Erfahrungen gemacht hat, bzw. zum ersten Mal an Studenten vermietet, dann kann so etwas ausschlaggebend sein. Der Vermieter weiß, dass er eben auch die Eltern als Ansprechpartner hat und kann offene Fragen schon direkt bei der Besichtigung mit Ihnen klären.

Wenn es einfacher ist, eine Wohnung im Internet zu finden, dann wächst natürlich auch die Bewerberzahl. Deshalb ist es wichtig, sich über das eigene Auftreten im Vorfeld der Besichtigung und sogar bereits vor der ersten Kontaktaufnahme Gedanken zu machen. Dann klappt es hoffentlich auch mit dem Finden einer geeigneten Wohnung und einem erfolgreichen Start ins Studentenleben!

Felix

Zurück zur Startseite

14 Gedanken zu „Der studentische Wohnungsmarkt“

  1. Was bin ich froh, dass ich im Norden studiert habe. In Flensburg gab es alles was das Studentenleben angenehm macht und bezahlbaren Wohnraum ebenfalls. Ich bereue es nicht hier studiert zu haben und lebe noch heute hier.
    Viele Grüsse
    Lara

  2. Der Wohnungsmarkt kann für Studenten echt grausam sein. Insbesondere in den Großstaädten wie München und Hamburg kann das wirklich frustrieren. Ich finde die WG Lösung ist die flexibelste möglichkeit als Student eine Wochnung/Zimmer zu finden

  3. Die Besichtigung mit den Eltern ist immer eine gute und sinnvolle Sache. Aber nicht nur, weil es dem Vermieter Sicherheit geben kann, sondern auch, weil die Eltern immer mal einen Blick auf die Gegebenheiten/Zustand der Wohnung werfen können. Oftmals können Schwachstellen (Feuchtigkeit, undichte Fenster etc.) aus Sichtweise der Eltern eher erkannt werden.

  4. Hallo Felix! Danke für deinen Bericht, der mich auch irgendwie betrifft. Ich bin gerade auf der Suche nach einer neuen WG im Raum Leipzig. Hier etwas passendes zu finden ist echt hart. Eine WG ansich zu finden ist eigentlich nicht so das Problem – aber die “Chemie” mit den Leuten sollte stimmen und da sehe ich momentan noch die größte Hürde.

  5. Hallo,

    es ist heutzutage kaum noch möglich, eine passende Wohnung zu finden, gerade als Student, denn man sieht sich immer mehr größeren Hürden ausgesetzt. Und das ist nicht nur in Großstädten so, sondern auch in kleinere Unistädten ist das ganz ähnlich. Vielleicht ist Braunschweig hier ein gutes Beispiel, denn die Wohnsituation in Braunschweig macht es Studies nicht unbedingt einfacher.

    Da bleibt nur die Möglichkeit, etwas mehr ins Umland zu gehen und dann eben mehr Fahrtzeiten auf sich zu nehmen, dann könnte man vielleicht das richtige finden. Und auch was die Preise angeht, ist man etwas weiter weg von der City, besser bedient.

    Ob das allerdings die Lösung ist, wage ich mal zu bezweifeln, denn nicht jeder möchte fernab wohnen…

  6. Wenn ich mich daran erinnere, in was ich für einem Loch gelebt habe 😉 Zufrieden ist da was anderes.
    Neben Freiburg und Heidelberg kann sich Darmstadt auch sehr gut einreihen: Kleine Stadt mit wenig Wohnung. Bei den Großstädten findet man meist günstige Wohnungen etwas abseits.

  7. Besonders in Ballungsgebieten wie München ist es kaum noch möglich was gescheites zu kriegen, wenn dann zu horrenden Preisen. Mein Neffe wohnt deswegen weit außerhalb auf Land sozusagen und muss jeden Tag fast eine ganze Stunde Fahrtzeit auf sich nehmen.

    Bei sowas muss die Politik mal handeln! Bildung für alle!

  8. Da morgen ja wahrscheinlich die Groko von den SPD Mitgliedern bestätigt wird, bin ich mal gespannt wie sich die Mietpreisbremse auf den Wohnungsmarkt ausübt. Gerade WGs könnten dann ja vermutlich profitieren, weil Neuvermietungen ohne Renovierung (was bei Studenten WGs häufig der Fall ist), zumindest nicht teurer werden dürfen…

  9. In Großstädten ist es für Studenten wirklich kaum noch bezahlbar, wenn man einigermaßen gut wohnen möchte. Ich bin damals wieder zurück in meinen Wohnort gezogen, weil es mir mit der Singlewohnung in der Großstadt einfach zu teuer war. Studienfreunde haben teilweise ein halbes Jahr gesucht, um in Münster und Umgebung eine Wohnung zu bekommen.
    Ich würde jedem empfehlen in der Zeitung nach Wohnungen zu suchen, da gibt es weniger Mitkonkurreten.

  10. Ist schon echt schlimm geworben mit den Wohnungen für Studenten. Allerdings warum sollten Wohnungen für Studenten verfügbar sein, wenn noch nicht einmal Whg. für Familien und Arbeitnehmer vorhanden sind?
    So ist es leider auch in Wolfsburg der Fall und die Situation scheint sich nicht zu verändern in nächster Zeit.

  11. Ich bin grad Student in Hamburg und hier ist es sowas von schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

    Da muss schon mit Bafög, Nebenjob und Kindergeld alles passen, damit man unter vernünftigen Umständen wohnen und studieren kann..

    Danke für den Artikel!

  12. Die Wohnungssuche ist für Studenten wirklich nicht mehr einfach. Die Mieten steigen in den großen Städten immer weiter an und außerhalb zu wohnen ist für die Studenten sehr unpraktisch. WGs sind immer eine gute Lösung.
    Beste Grüße,
    Lars

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.