Studentenjob: Geschäftsführer

Die Miete ist fällig, im Kühlschrank herrscht gähnende Leere und die letzte Party zeigt dem Konto die rote Karte: Jeder Student hat am Ende des Monats mit den gleichen finanziellen Problemen zu kämpfen. Also muss ein Nebenjob her, mit dem sich der eigene Lebensstil finanzieren lässt.

Symbolbild Studentenjob Geschäftsführer | BlogStudent.de
Symbolbild Studentenjob Geschäftsführer ‚© Konstantin Gastmann / pixelio.de‘

Mittlerweile kommt für viele ein schnöder Nebenjob, wie bei Aldi an der Kasse zu sitzen, nicht mehr in Frage. Warum die Zeit verplempern und nicht gleich voll durchstarten? Unternehmen wie die Internet-Bäckerei deinetorte.de oder der Onlineshop für Handyhüllen aller Art deinphone.de wurden bereits im Hörsaal gegründet.

Finanzierung und Co.

Natürlich benötigt man für sein eigenes Unternehmen nicht nur eine zündende Idee. Ohne das nötige Kleingeld gestaltet sich das Verwirklichen des Traums vom eigenen Unternehmen als schwierig. Was also tun? Mittlerweile ist der Markt übersäht von Start-Ups mit innovativen Konzepten, die sich um großzügige Finanziers streiten – die Chancen auf einen Kredit als Student bei einer Bank sind gering. Oft müssen die Gründer für ihr Startkapital in die eigene Tasche greifen. Jetzt heißt es: nicht einschüchtern lassen, Mut beweisen und mal was riskieren.

Ist diese Hürde überwunden, müssen für das Unternehmen geeignete Leute gefunden werden, die Spaß am Aufbau eines neuen Unternehmens haben. Dabei wäre eine langjährige Arbeitserfahrung natürlich klar von Vorteil. Dass ein Student noch nicht viel Wissen aus der Arbeitswelt mitbringen kann, muss man nicht erwähnen. Fehler können sich schnell einschleusen, die den Arbeitsprozess verlangsamen können. Doch jeder fängt einmal klein an und bekanntlich lernt man ja aus Fehlern. In der Regel rekrutiert sich das erste Kollegenfeld aus dem eigenen Kommilitonen- und Bekanntenkreis, was natürlich das Arbeitsklima äußerst positiv gestalten kann. Der Arbeitsplatz wird zum Treffpunkt für Freunde und Bekannte. Aber was so angenehm klangvoll rüberkommt, kann auch zum Nachteil werden.

Abschluss: Eigenes Unternehmen

Um das täglich ansteigende Arbeitspensum zu schaffen, benötigt ein junges Unternehmen und vor allem seine Mitarbeiter ein gutes Zeitmanagement. Durch die Doppelbelastung Studium & Arbeit ist es für Studenten schwierig, sich komplett auf das Unternehmen zu konzentrieren. Verständlich, denn Hausarbeiten müssen nebenbei geschrieben werden und die nächste Klausuren-Phase steht schneller vor der Tür, als einem lieb ist. Wenn man bereit ist, viel Zeit in seine Idee zu investieren und sich vom Geschäftsfeld nicht abschrecken lässt, dann hat man am Ende seines Studiums nicht nur einen Abschluss, sondern auch ein eigenes Unternehmen.

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26 Gedanken zu „Studentenjob: Geschäftsführer“

  1. Wenn ich heute so zurückdenke, hätte ich mich wohl auch direkt schon im Studium selbständig machen sollen – leider habe ich es mich erst einige Jahre später getraut. Auf der anderen Seite ist es aber bestimmt auch nicht soooo einfach ein Unternehmen am Laufen zu halten und zu studieren. Der Druck in beiden Richtungen kann zusammen schließlich ganz schön groß werden.

  2. Also ich habe in diesem Themengebiet Thema bereits einige Erfahrungen gemacht. Mein Tipp an alle Studenten, die selbständig werden möchten und etwas Geld verdienen wollen: Startet eine Webseite oder einen Ratgeber-Blog 😉
    Ich habe vor 4 Monaten mit meinem Blog angefangen und ich poste eigentlich nur Lernmaterialien aus meinem Studium. Inzwischen habe ich einige hundert Besucher am Tag und verdiene über Google Adsense schon nicht schlecht. Natürlich läuft so eine Webseite aber nicht von allein. Man muss sich schon viel drum kümmern und Spaß an der Sache haben.

  3. Ein eigenes Unternehmen ist schon keine schlechte Idee. wer in einem Land wie Deutschland aber denkt, das läuft so nebenbei, der irrt gewaltig. Auch beim Kleinunternehmen gibt es einige bürokratische Hürden zu nehmen, auch wenn allenfalls Pimperlinge verdient werden. Neben der Verwaltung muss man dann natürlich auch noch die eigentliche Arbeit des jeweiligen Unternehmens erledigen und dann noch nebenbei studieren. Vielleicht gibt es dann wegen 50 Euro auch noch Probleme mit dem Bafög. Ein eigenes Unternehmen kann bestimmt funktionieren, vielleicht sogar so gut, dass das Studium zur Nebensache wird. Ich denke, dass diese Erfolgsgeschichten aber die Minderheit darstellen…

  4. Sehr interessanter Artikel!
    Studenten werden immer mehr dazu gezwungen, Geld zu verdienen. Klingt negativ aber oftmals entstehen aus dieser Not heraus die besten Ideen!

    lg Ben

  5. Eigentlich soll man sich als Student ja auf sein Studium konzentieren. Aber natürlich können erste Management-Erfahrungen, sofern man später in die Wirtschaft möchte, natürlich nicht schaden.

  6. Ich bin noch nicht ein mal am studieren und habe bereits schon ein eigenes Gewerbe (mit Vst. Abzug etc.). Im Online-Marketing und der Suchmaschinenoptimierung kann man mittlerweile schon als Laie anfangen und sich durch die stetig steigende Erfahrung einen guten Nebenverdienst aufbauen.

  7. Wem das Bloggen nicht liegt, sollte sich einfach auf seine Talente verlassen. Das Rad muss schließlich nicht neu erfunden werden. Besser, interessanter und manchmal auch intelligenter vermarktet muss es sein.

  8. Die Selbstständigkeit sollte nicht unterschätzt werden. Spätestens wenn es soweit kommt das das eigene Unternehmen Gewinne abwirft von denen man wirklich leben kann, steht man meistens an dem Punkt, an dem es so viel zu tun gibt, dass man sich entweder für das Unternehmen und gegen das Studium oder eben andersrum entscheiden muss. Das sollte jedem Bewusst sein.
    Und noch ein Tipp mit auf den Weg: Wenn ihr euch wirklich selbstständig machen wollt, wartet nicht auf “die Facebook-Idee”
    , denn wenn ihr Pech habt kommt die nie. Ich sage immer, jemand der Zahnmedizin studiert weiß auch, das es bereits genügend Zahnärzte gibt. Der Markt ist trotzdem groß genug für alle. Um Erfahrung zu sammeln reicht manchmal schon die einfachste Idee.
    Liebe Grüße, Ronia.

  9. Ich finde die Idee mit der eigenen Firma grundsätzlich immer gut. Wer Träume hat sollte diese auch verwirklichen. Aber man darf auch nicht die Augen vor der Realität verschließen und sich die 20 erfolgreichen Überflieger abschauen… dagegen stehen mehrere tausend gescheiterte Existenzen. Ich finde es wichtig, dass man eine gute Idee und einen sehr guten Masterplan hat den man dann als quasi Navigationssystem ablaufen kann.
    LG Jessi

  10. Erinnert mich so ein bisschen an meine Studentenzeit – aber leider gab es damals nicht die Möglichkeiten die es heute gibt – ich musste noch Regale auffüllen um mich über wasser zu halten – ach ja und es gab natürlich auch noch ne Oma die mir ab und zu was sponsorte – vorallem am Auto wenn mal wieder was kaputt ging.
    Heute kann ich jedem nur raten sich sobald er das Gefühl in sich trägt sich selbständig zu machen – mit einer Idee jahrelang rumzulaufen und sie nicht zu verwirklichen kann frustrierend sein, vorallem wenn irgendjemand dann mit der gleichen Idee sehr erfolgreich wird!

  11. Hehe, das kenne ich doch woher 😉 Ich habe mich damals während meines Studiums selbständig gemacht und dann den Fehler gemacht, selbiges deswegen erst schleifen zu lassen und dann später abzubrechen. Kann ich nicht weiterempfehlen… aber die Arbeit und natürlich das Geld, welches man plötzlich verdient, motivieren nicht wirklich, noch weiterzustudieren. Andererseits bin ich noch ewig und drei Tage eingeschrieben geblieben (Krankenkasse…!), bis es einfach nicht mehr ging.

    Tja, nun bin ich heute wieder erneut Student und nur noch ganz minimal Unternehmer – weil der Erfolg irgendwann deutlich schwankte. Und auf dem Konto soviele Semester wie manche meiner Kommilitonen alt in Jahren sind 😉 Ich wollte jetzt also mal als Negativbeispiel dienen, denn ich hätte natürlich schon längst ein Diplom in der Hand haben können, während ich jetzt auf dem Weg zum Bachelor bin. Aber etwas Gutes hatte das Ganze: Das jetzige Studium ist um Welten interessanter.

  12. In jungen Jahren entstehen oft die besten und kreativsten Ideen. Mit etwas Glück, Mut und den richtigen Partnern können dann auch leicht dauerhafte Verdienstmöglichkeiten und ein stetiges Wachstum erfolgen. Zumindest aber können wertvolle Erfahrungen gesammelt werden. Neben dem richtigen Zeitmanagement sollte aber auch frühzeitig ein richtiges und effektives Forderungsmanagement nicht vergessen werden.

  13. Mal ganz ehrlich, natürlich kommen einem während des Studiums Idee – aber neben Studium und Nebenjob noch fix selbstständig machen – ganz so einfach ist das dann doch nicht.

  14. Spannend. Ich glaube auch, dass gerade das Netz es viel mehr jungen Leuten möglich macht, selbstständig zu werden. Früher brauche man für Geschäftsgründungen meist Kredite, die man von der Bank nur bei genügend Erfahrung (=Alter) bekam. Heute braucht man vor allem eine gute Idee und kann erstmal so durchstarten. Zeigen sich erste Erfolge, gibt es auch das Geld.

  15. Ich habe damals mein Studium mit meiner Selbständigkeit finanziert. D. h. ich habe Websites entwickelt und einen Server betreut. Eine tolle Sache. So muss man kein Bafög zurückzahlen. Allerdings kann sich die Studiendauer wirklich verlängern. Auf der anderen seite ist es auch prima, Erfahrungen (Kundengespräche etc.) für seinen späteren Berufsweg zu sammeln. Irgendwann muss man sich aber die Frage stellen, ob man die Selbständigkeit nach dem Studium weiter betreiben möchte oder nicht. Dabei sollte man in Ruhe die Chancen und Risiken abwägen.

  16. Ich glaube, die Idee ein Unternehmen zu Gründen ist gar nicht so schlecht. Einziges Problem ist, dass man in der Regel bein einem eigenen Unternehmen einige Zeit benötigt, bis man Geld verdient.

    Deswegen ist das eigene Unternehmen wahrscheinlich ein cooles Projekt für die Studentenzeit, aber nicht gut, um seine Rechnungen zu zahlen.

  17. Ein wirklich sehr spannendes Thema und natürlich auch Artikel. Sein eigenes Unternehmen zu führen und sein eigener Chef zu sein ist keine schlechte Idee – besonders, wenn man “unabhändig” sein möchte. Wer in einem Land wie Deutschland aber denkt, das läuft so nebenbei und wird auch noch finanziell unterstütz, der irrt!

  18. So abwägig finde ich die Idee nicht. Viele Studenten gehen ja auch einem Hobby nach, mit dem sich eventuell auch Geld verdienen lässt – Warum also nicht daraus ein Geschäft machen? Blogstudent geht ja quasi auch einem Hobby, dem bloggen nach, durch Werbung könnten Einnahmen erzielt werden. Finde die Idee gut und ob man danach selbstständig bleibt ist eine andere Sache. Im Lebenslauf, gerade bei Studiengängen mit wirtschaftlichem Hintergrund, macht sich so eine Bemerkung sicherlich auch.

  19. Als Student kann man ja erstmal mit einem Nebengewerbe loslegen und schauen dass man zum Beispiel die Beiträge zur Krankenkasse ggf. durch die Familienversicherung einsparen kann. Ein richtiges Unternehmen während des Studiums aufzubauen schaffen nur wenige …

  20. Die wahre Hürde bei der Selbstständigkeit als Student ist für mich ganz klar die schwierige Trennung zwischen Privat-/Studentenleben und Arbeit. Wenn man von zu Hause aus arbeitet kann man theoretisch jederzeit arbeiten. Sich hier die Zeiten richtig einzuteilen und nicht alles gleichzeitig (aber dafür halb so gut) zu machen ist schwerer als man denkt. Ich würde es mir 2 Mal überlegen, ob sich eine Anstellung nicht positiver auf Arbeit und Studium auswirkt.

  21. Ich bin auch einer von den Studenten, die versuchen ihr Geld im Internet zu verdienen. Nachdem ich jahrelang schon als Autor für einen Schnäpppchenblog gearbeitet habe, hatte ich irgendwann einfach den Drang auch mal selber mal was zu starten, und nicht immer nur für andere als Aushilfe zu arbeiten. Naja, und so ist halt mein erstes Webseiten Projekt gestartet – mal sehen wie es läuft!

  22. Wenn ich/wir so zurückdenken, wäre es mit der passenden Idee wirklich damals einfacher gewesen, sich selbstständig zu machen.
    Aber was wussten wir denn damals vor über 20 Jahren vom Leben? Kaum aus der Schule, rein in die Uni. Das Geld (und das war nicht wenig) wurde mit kellnern verdient.
    Was man mit dem Studium anfangen wollte? Keine wirkliche Ahnung. Jetzt, wo wir “gereift” waren und den Wunsch nach etwas Eigenem verspürt haben, fällt es einem viel schwerer.
    Ich finde es toll, wenn jemand so zielstrebig ist und schon in jungen Jahren etwas auf die Beine stellt. Hut ab!
    Allerdings habe ich meine Bedenken bei der heutigen Leistungsgesellschaft. Die Kinder, die in ein paar Jahren Abi machen sind 17 (mit 5 eingeschult nach Plan mit G8), nach 5 Semestern Studium + 1 Semester BA sind diese “Kinder” 20.
    Ich hoffe, das diesen “Kindern” nicht zu viel abhanden kommt.
    Ich habe inzwischen viele kennengelernt die während des Studiums durchgestartet sind, aber einige haben dann auf den Rest des Studiums verzichtet oder es zog sich aus deinen o.g. Gründen in die Länge.
    Aber eins kann ich von Herzen bestätigen 🙂 Selbstständigkeit macht frei und kreativ 🙂

  23. Ich studiere Maschinenbau im 6. Semester und habe, neben meiner Tätigkeit als Werkstudent , begonnen im Internet ein Online Business aufzubauen, um noch den ein oder anderen Euro dazuzuverdienen.
    Momentan ist es durch das Studium und meines Werkstudenten Jobs sehr schwierig noch nebenbei mein Unternehmen zum laufen zu bringen.
    Deshalb muss man ein gewisses Durchhaltevermögen mitbringen und das Ziel immer vor Augen halten, damit es mit der Selbständigkeit was wird.

  24. Das ist eine sehr gute Idee und hätte ich wohl während meines Studiums auch schon machen sollen. Inzwischen gibt es ja Dank des Internets und MLM / Network marketing Firmen genügend Möglichkeiten gutes Geld zu verdienen, von dem man auch leben kann. Ich kenne eine gute Hand voll Studenten die auf Grund von solchen business jetzt ihr Studium zwar noch abschließen werden, aber dann sicherlich nicht mehr im studierten Fach angestellt arbeiten werden.

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