Handouts richtig gestalten: 7 Tipps zu Aufbau, Inhalt und Kostensenkung

Ein Handout für einen Vortrag in der Uni zu gestalten ist eine unliebsame Aufgabe vieler Studenten. Oftmals gewinnt man den Eindruck, dass das Handout nur eine formelle Angelegenheit ist, die erfüllt werden muss. Meistens werden Handouts sowieso nur vom Dozent gelesen und von Kommilitonen als Schmierzettel benutzt. Diese Erkenntnis ist für viele Studenten sehr frustrierend, da jedes Handout Zeit, Mühe und Druckkosten benötigt. Doch wie kann man sein Handout so gestalten, dass man bei den Zuhörern einen bleibenden Eindruck hinterlässt? Kann man dabei vielleicht sogar Druckkosten sparen und mit Qualität und Kreativität Punkte sammeln? Anstatt den konventionellen Weg einzuschlagen und DIN A4 Seiten doppelseitig bedrucken zu lassen, könnte man ein ungewöhnliches Format wählen und für den nächsten Vortrag Flyer bestellen.

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Handout : Der richtige Aufbau und Inhalt


1. Pflichtbestandteile

Du denkst jetzt womöglich : “Pff, toller Tipp, das weiß doch jedes Kind!”, leider versagen dennoch sehr viele Studenten bereits bei dem kleinen Einmaleins des Vortragens. Daher hier nochmal zur Sicherheit eine kurze Checkliste, die du bei Bedarf jederzeit rausholen kannst:

– Name der Uni / Hochschule

– Studiengang

– Seminartitel / Fach

– Dein Name

– Name des Dozenten

– Aktuelles Semester

– Datum des Vortrags

– Optional : Ein Foto von dir (glaube mir, das kommt immer sehr gut an!)

Und bitte immer daran denken: Der Titel das Handouts sollte unter gar keinen Umständen “Handout” sein. Mag etwas doof klingen, aber du würdest dich wundern, wie viele Handouts mit dem Titel “Handout” ich im Laufe meines Studiums bereits in den Händen halten durfte. Stattdessen sollte der Titel deines Handouts kurz und prägnant den Inhalt deines Vortrags sowie den Winkel, aus dem du die gegebene Thematik untersucht hast, zusammenfassen. Ein Beispiel dafür wäre : Die Finanzkrise 2007 und Ihre Auswirkungen auf den Interbankenmarkt. Hierbei legst du einen Zeitraum fest, den du näher untersucht hast (das Jahr 2007) und gibst die Perspektive preis, auf die du deine Argumentationskette aufbaust (Interbankenmarkt).

 

2. Zuerst das Handout und dann die Präsentation

Studenten neigen dazu das Handout erst zu erstellen, wenn die Präsentation bereits fertig ist. Dabei kann es unfassbar hilfreich sein, das Handout vor den Folien anzufertigen. Das mag zunächst unlogisch klingen, macht aber durchaus Sinn. Wenn man sein Handout strukturiert, bevor man mit der Gestaltung der Folien anfängt, fällt es einem viel leichter die Folien schlicht und textfrei zu halten. Das eine Medium sollte das andere unterstützen, weshalb Dopplungen von Text und Bild vermieden werden sollten. Die Quellenangabe sollte dringend auf einem Handout dargelegt werden. Obwohl man meist glaubt, dass die Quellen nur für den Professor wichtig sind, können auch Kommilitonen von ihnen profitieren. Schließlich können gute Literaturtipps die eigene Recherche für zukünftige Vorträge oder Hausarbeiten einfacher gestalten.

 

3. Layout

Ein ansprechendes und klares Layout hilft dir dabei, professionell aufzutreten. Oftmals ist man bezüglich des Layouts an gewisse Vorgaben gebunden, die von Dozent zu Dozent variieren können. Bevor du deiner Kreativität freien Lauf lässt, solltest du dringend mit deinem Dozenten Rücksprache halten. Wäre ja ärgerlich, wenn du wegen banalen Formalitäten Punktabzüge einbüßen müsstest! Die gängigen Vorgaben für ein Handout sind eine Schriftgröße von 11 bis 12 und eine Seitenanzahl von 2 bis maximal 4 Seiten.

 

4. Roter Faden

Damit die Zuhörer deiner Argumentationskette folgen können, ist es sehr wichtig deine Gedanken leicht verständlich zu strukturieren. Zunächst sollten die “Hard Facts” deines Vortrags geklärt werden. “Hard Facts” oder auf Deutsch “Harte Fakten” können Definitionen von Fachbegriffen sein, wichtige Kennzahlen und Zeiträume. Anschließend folgen für gewöhnlich anspruchsvollere Argumentationsketten und Infografiken.

 

BlogStudent.de - Präsentation im Hörsaal

 

5. In der Kürze liegt die Würze

Wenn es um die Zusammenfassung der verbal kommunizierten Argumente geht, sollte man darauf achten, nur die wichtigsten Informationen darzulegen. Wer seine Argumente und Rechercheergebnisse kurz und schlüssig zusammenfassen kann, strahlt Souveränität und Kompetenz aus. Gedanken klar strukturieren zu können, ist nicht immer eine einfache Anforderung. Deshalb ist es ratsam, sich selbstkritisch zu hinterfragen: Welche Informationen sind wirklich relevant? Was sind Aspekte meiner Recherche, die meinen Kommilitonen einen wirklichen Mehrwert bieten? Auf welche Ergebnisse meiner Arbeit bin ich besonders stolz? Solange man diese Fragen ehrlich berücksichtigt, dürfte es kein Problem mehr darstellen irrelevante Informationen auszusieben.

 

6. Grafiken

Während dem Plenum bei Folien oftmals die Zeit fehlt, um komplexe Tabellen, Infografiken und Graphen nachzuvollziehen, sollten sie auf keinem Fall auf deinem Handout fehlen. Hier haben die Zuhörer genügend Zeit um Zusammenhänge zu verstehen und bei Interesse nachzulesen. Graphen und Infografiken können oftmals sehr viel Platz deines Handouts einnehmen und die Zuhörer von deiner Präsentation ablenken. Deshalb solltest du dringend prüfen, ob die Grafik tatsächlich sinnvoll ist, oder nur schön aussieht und ablenkt.

 

7. Flyer bestellen bei einer Online Druckerei

Die meisten Handouts, die wir im Laufe unseres Studiums erhalten, verschwinden in dicken Ordnern oder landen im Papierkorb. Da du dank der vorherigen Tipps nun weißt, worauf es inhaltlich und strukturell ankommt, dürfte das dir bei deinem nächsten Handout nicht mehr passieren, richtig? Leider fehlt bisher ein entscheidender Punkt, der dir dabei helfen kann dein Handout aus der Masse hervorstechen zu lassen: Kreativität. Die meisten Handouts sind schwarz-weiß bedruckte DIN-A4-Seiten. Studenten sind meist knapp bei Kasse, das ist allseits bekannt. Deshalb wird auch gerne mal bei der Qualität des verwendeten Papiers ein Auge zugedrückt. Trotzdem sind Druckkosten für Handouts meistens sehr hoch, insbesondere wenn man dafür einen herkömmlichen Printshop aufsucht. Die Alternative: Flyer bestellen bei einer Online Druckerei. Hierbei kannst du nicht nur Geld sparen, Flyer bieten sehr vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Durch die Veredelung des Covers mit Hilfe einer Cellophanierung oder Blindprägung können relevante Informationen, wie der Titel und der Studiengang besonders hervorgehoben werden. Das macht Eindruck bei deinen Professoren und bringt dir Anerkennung von deinen Kommilitonen. Flyer bestellen ist nicht nur eine innovative Herangehensweise, um das eigene Handout besonders in Szene zu setzen, damit lässt sich auch sehr viel Geld sparen!
Bei einer Online-Druckerei hat man die Möglichkeit 25 Flyer mit 4 bedruckten Seiten bereits ab 20 Euro inklusive Versandkosten zu bestellen. Flyer bestellen spart außerdem den Gang zur Druckerei, da die Flyer bequem nach Hause geliefert werden.

 

BlogStudent.de - Erfolg mit Flyern

 

Unter Beachtung dieser Tipps wird der nächste Vortrag ein Spaziergang und die Zeiten, in denen deine Handouts im Mülleimer landeten, sind Geschichte!

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4 Gedanken zu „Handouts richtig gestalten: 7 Tipps zu Aufbau, Inhalt und Kostensenkung“

  1. Hallo,
    Ich bin zwar schon fertig mit dem Studium habe aber in meiner Zeit auch einige Vorträge halten mussen. Ich habe mir auch immer Gedanken gemacht nachdem ich den Vortrag ertig hatte wie das Handout sehen sollte. Der Tipp Nr. 2 finde ich deshalb sehr gut. Da bin ich selber nie drauf gekommen.

    Auch finde ich den 2ten Punkt elementar wichtig. Wenn man ein Handout anhand eines Roten Fandens erstellen kann, dann ist der Vortrag schon halb fertig und muss nur noch ausgeschmückt werden.

    Deshalb finde ich den Artikel sehr gut gelungen und eine schöne Auflistung aller wichtigen Punkte.

    Lieben Gruß
    Martin

  2. Hallo,
    ich kann nur bestätigen wie wichtig ein Handout ist. Hier noch die wichtigsten Punkte bzw. Vorteile:
    – Literatur bzw. allgemein Quellen darlegen
    -Bündelt das Wichtigste aus Deinem Vortrag in einem Dokument (der Begriff „Take-Aways“ passt hier exakt!)
    -Ergänzt Deinen Gesamtvortrag aus gesprochenem Wort (Vortrag), und – Vortragsmedium (Präsentation) um das Geschriebene (Handout)
    Entlastet Dich: Nicht „alles“ muss auf die Folien!
    Finde den Beitrag extremst hilfreich! Vielen Dank dafür!

  3. Moin zusammen,

    danke erstmal für den ausführlichen Artikel!
    Auf die Idee mit der Online Druckerei bin ich wirklich noch nicht gestoßen. Wenn man sich überlegt wie viel ich im Jahr für die Uni-Drucker und Copy Shops für minderwertige Qualität ausgebe, ist das wirklich einen Versuch wert.
    Wird beim nächsten Vortrag direkt mal ausprobiert.
    LG
    Armin

  4. Hallo, bezüglich des Layout kann ich auch nur bestätigen. Studiere an einer FH und an einer Universität (Webdesign) und der Headerbereich zB ist ziemlich unterschiedlich. Ich habe auch einmal ärger bekommen, weil ich nicht den vollständigen Namen meines Dozenten genannt habe. Habe auch seinen Professorentitel vergessen. Naja, checke ich nicht.
    Anyway, vielen Dank für den Beitrag!

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