G’day Mate! Die Planung eines Praktikums Down Under

Nüchtern betrachtet ist ein Auslandspraktikum eine wertvolle Referenz im Lebenslauf. Aber Hand aufs Herz – wer plant, sein Praktikum in Australien zu machen, der hat andere Gründe als nur seinen Curriculum Vitae aufzuwerten. The Aussi Way of Life hatte schon immer eine besonders große Anziehung auf uns Europäer. Aber warum?

Symbolbild Australien (Ayers Rock) | BlogStudent.de

Symbolbild Australien (Ayers Rock) ‚© Martin Jäger / pixelio.de‘

Ganz einfach, mit Australien verbindet man Sonne, Surfen am Bondi Beach und BBQs bis in die Nacht. Die Australier scheinen das Leben etwas leichter zu nehmen. Tatsächlich ist es in Sydney völlig selbstverständlich, noch vor der Arbeit zum Strand zu fahren um zu surfen, aber Achtung, surfen im Sonnenaufgang klingt zwar sehr romantisch, ist aber nicht ungefährlich, immerhin ist der frühe Morgen auch als „Feedingtime“ bekannt – die Zeit in der Haie auf Jagd gehen. Aber wer glaubt, dass Haie, Schlangen und Krokodile die größten Gefahren des Landes darstellen, der irrt sich, denn tatsächlich sterben jährlich mehr Menschen an herunterfallenden Kokosnüssen, als an Tierangriffen. Garantiert ohne jede Gefahr, ist das abendliche Feierabendbier. Um seinen Feierabend genießen zu können, gibt es jedoch eine grundlegende Voraussetzung: einen Job.

Ein Praktikum am anderen Ende der Welt zu ergattern ist bekanntlich nicht leicht, zudem sind die Kosten vergleichsweise hoch – immerhin muss man einmal rund um den Globus fliegen. Aber die Kosten und Mühen zahlen sich definitiv aus.

Die erste Hürde, die es zu überwinden gilt, ist die Bewerbung um einen Praktikumsplatz. Die australische Bewerbung hält einige Eigenheiten bereit. Generell besteht sie aus Anschreiben und Lebenslauf, auf Zeugnisse kann getrost verzichtet werden, Referenzen wie Arbeitszeugnisse sind dagegen gern gesehen. Ein No-Go ist das Beifügen eines Bewerbungsfotos. Zudem liegt in den Augen der Australier in der Kürze die Würze, das Anschreiben sollte daher so kurz und prägnant wie möglich formuliert werden. Der Bewerbungsprozess sollte ein gutes halbes Jahr vor Antritt des Praktikums geschehen, umso früher der Platz gesichert ist, desto günstigere Flüge kann man in der Regel ergattern.

Ohne das passende Visum nützt allerding der beste Praktikumsplatz nichts. Das übliche Visum für ein Praktikum in Australien ist das Occupational Trainee Visa. Dieses wird vom Arbeitgeber in Australien beim Department of Immigration und Citizenship (DIAC) beantragt. Vom Ausfüllen und Einreichen des entsprechenden Formulars, bis zu einem (hoffentlich positiven) Bescheid kann es gut einige Wochen dauern. Der Arbeitgeber schickt den Bescheid dann zu seinem zukünftigen Praktikanten nach Deutschland. Dort kann man ihn, zusammen mit dem ausgefüllten Antrag beim zuständigen Konsultat in Deutschland einreichen. Dass man einen gültigen Reisepass benötig, muss nicht erwähnt werden, oder?

Ebenso wichtig wie Visum und Reisepass ist die Auslandskrankenversicherung, denn ohne diese wird die Einreise verweigert. Wer Down Under mobil sein möchte, der sollte einen internationalen Führerschein beantragen, aber Achtung, er ist nur in Kombination mit dem deutschen Original gültig. Erfreulich unkompliziert ist die Eröffnung eines Bankkontos, einfach in die Bank hereinspaziert, und schon ist binnen weniger Minuten das befristete Konto eröffnet. Es kann sich dennoch lohnen, noch in Deutschland eine zusätzliche Kreditkarte zu beantragen.

Sind die Formalitäten geregelt, sollte dem Abenteuer Down Under nichts mehr im Wege stehen.

Sabine Zagar

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von meinpraktikum.de, dem Praktikumsportal für Studenten.

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