Erfahrungsbericht: Auslandspraktikum Südafrika

Im Jahr 2012 entschloss ich mich, ein Auslandspraktikum in Südafrika, genauer gesagt in Kapstadt, zu absolvieren. Ich wollte ein fünfmonatiges Marketing-Praktikum absolvieren. Gemeinsam mit einem Freund flogen wir Anfang 2013 nach Kapstadt. Natürlich waren bei uns beiden Zweifel und Ängste inklusive. Doch wir fühlten uns sofort heimisch und gut aufgehoben am Kap der guten Hoffnung.

Kapstadt Tafelberg | BlogStudent.de

Kapstadt mit Tafelberg ‚© Lothar Henke / pixelio.de‘

Ich nahm mir vor dem Praktikum zwei Wochen frei, um mich dort einzuleben und mich an Menschen und Kultur zu gewöhnen. Außerdem gab es jede Menge organisatorische Sachen zu erledigen. Des Weiteren kann man viele Dinge in Kapstadt tun, wie sich sonnen, mit Haien tauchen, Berge besteigen, Weinproben und vieles mehr. Dabei lernte ich vor allem die Menschen sehr intensiv kennen. Sie waren alle sehr freundlich und haben mit Ausländern überhaupt keine Probleme. Die Stadt ist sehr kosmopolitisch und offen.

Dann ging es endlich los mit dem Praktikum. Das wollte ich in einer kleinen Recruitment- und Marketingagentur machen. Von Anfang an verstand ich mich sehr gut mit den Kollegen und Kolleginnen. Alle kümmerten sich um mich und die anfangs noch durchschnittlichen Englischkenntnisse stellten kein Problem dar. Es wurde teilweise auch Deutsch gesprochen, da einige Mitarbeiter auch aus Deutschland kamen. Die Aufgaben während des Praktikums waren sehr vielfältig. So war ich unter anderem für das Erstellen eines Marketingkonzeptes zuständig, das Schreiben von Texten und hatte die Möglichkeit eine Programmiersprache zu lernen. Unter den Kollegen war die Atmosphäre sehr gut und es fanden viele gemeinsame Aktivitäten statt. Ein weiterer Bestandteil meines Praktikums war die Freiwilligenarbeit in einem Kinderheim. Nach fünf Monaten Praktikum in der Marketingagentur wollte ich zudem wissen, wie es ist, in einem Kinderheim zu arbeiten. Die Kinder in diesem Heim waren zwischen vier Wochen und 18 Jahren alt. Sie waren meist da, weil sie keine Eltern mehr hatten oder diese sich nicht kümmerten. Meine Aufgabe war es, mit den Kindern zu spielen und zu sprechen. Die Kommunikation war allerdings sehr schwierig, da viele der kleinen Kinder kein Englisch konnten. Zum Abschluss des Praktikums unternahm ich mit meinem Freund eine Reise durch Lesotho und Mosambik. Das Land Lesotho ist sehr unterentwickelt. Die Einwohner leben sehr einfach und bescheiden. Aufgefallen ist uns, dass die Vegetation sehr unterschiedlich ist in Afrika. So reisten wir durch die Savanne, halbtropische Gebiete und durch Buschland. Da für Touristen Safaris sehr interessant sind, werden sie überall angeboten. Elefanten und Löwen in freier Wildbahn zu erleben, ist schon einzigartig. Allerdings sollte man möglichst nicht mit dem eigenen Auto durch die Wildbahn fahren.

Fazit:

Das Land Afrika, insbesondere Kapstadt, steckt voller Überraschungen. Die Zeit in dem Land gefiel mir sehr gut. Da die Menschen sehr offen sind, lernt man sie relativ schnell kennen und fühlt sich sofort heimisch. Auch in dem Kinderheim konnte ich ganz neue Erfahrungen sammeln, welche mich nachhaltig geprägt haben. Ich kann nur jedem empfehlen, ebenfalls diese Erfahrungen zu machen.

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