Wohnungssuche und Wohnungsbesichtigung

Wer den Studienort wechselt oder überhaupt erst mal mit seinem Studium in einer fremden Stadt beginnt, sollte sich schon frühzeitig mit dem dortigen Wohnungsmarkt beschäftigen. Erst einmal gilt es sich einen Überblick zu verschaffen, wie und wo man in der Stadt der Wahl wohnen kann, welche Gegenden welche Vorzüge bieten und was einem selbst eigentlich am wichtigsten an seinem neuen Zuhause ist. Erst dann beginnt man mit dem Durchforsten von Anzeigen, dem Telefonieren und den Besichtigungsterminen. Und nicht zuletzt muss man sich dann meist gegen eine große Bewerberflut bei Wohnungsbesichtigungen durchsetzen. Wie das gelingt, erklären wir hier!

Symbolbild Mietvertrag | BlogStudent.de
Symbolbild Mietvertrag ‚© Thorben Wengert / pixelio.de'

Die richtige Wohngegend

Billig ist meist nicht gleich gut, das gilt auch bei der Immobiliensuche. Jede Stadt hat bessere und schlechtere Wohngegenden zu bieten und als Student hat man nur begrenzte Finanzmittel zur Verfügung. Die Villengegend wird es also wohl nicht werden, aber die ist auch für laute Partys und nächtliches Lernen nicht immer die beste Wahl. Auch will man ja nah am Nachtleben sein, sodass auch eine ruhige Wohnlage außerhalb kaum infrage kommt. In Studentenstädten sollte man außerdem darauf achten, dass man es nicht allzu weit zur Uni hat, also sollte man bei seiner Wohnungssuche bei immonet.de ruhig von den hilfreichen Filtern Gebrauch machen und seine Suche auf die Innenstadt oder Innenstadtnähe beschränken. Zudem kann es aufgrund des recht schmalen Studentenbudgets hilfreich sein, den Filter “provisionsfrei” zu aktivieren, damit man erst gar nicht horrende Mieten angezeigt bekommt. Spitzt man seine Wohnungssuche bei immonet.de also immer mehr auf seine eigenen Interessen, Bedürfnisse und finanzielle Möglichkeiten zu, so kommt man der ersten eigenen Wohnung gleich ein ganzes Stück näher. Doch “günstig”, “zentral gelegen” und “helle Räume” sind die Ansprüche, die man vermutlich nicht als einziger an eine Wohnung stellt und so wird man bei jeder Besichtigung auf eine Menge anderer Bewerber stoßen. Wie soll man da aus der Masse nur hervorstechen?

Tipps und Tricks bei der Wohnungsbesichtigung

  1. Seriöses Auftreten: Wichtig ist, dass man zu jeder Besichtigung seriös, mit ordentlichen Klamotten und einem gepflegten Äußeren auftritt. Denn so wie man mit sich selbst umgeht, so wird man auch mit seiner Wohnung umgehen – und darauf schauen Vermieter ganz besonders.
  2. Interesse bekunden: “Oh, ist die Wohnung schön” kann jeder sagen, deswegen sollte man versuchen, aus der Masse herauszustechen. Vielmehr sollte man dem Vermieter sagen, was einem besonders gut an der Wohnung gefällt wie beispielsweise, dass man den alten Dielenboden ja besonders toll findet und auch in der alten Wohnung einen solchen Boden hatte, den man dementsprechend auch zu pflegen weiß oder dass auch die alten Fenster ganz bezaubernd findet – das beeindruckt und der Vermieter weiß seine Räume gut aufgehoben!
  3. Finanzielle Absicherung: Natürlich geht es, wenns ums Finanzielle geht, um die Wurst und da Studenten bekanntermaßen nicht das zahlungskräftigste Publikum sind, kann man also ruhig erwähnen, wenn der Vater Geschäftsführer einer großen Firma ist und die Mutter ihre eigene Praxis hat. Das gibt dem Vermieter Sicherheit und lässt ihn zudem Rückschlüsse darauf ziehen, dass man aus gutem Hause ist.

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39 Gedanken zu „Wohnungssuche und Wohnungsbesichtigung“

  1. Wohnungssuche ist immer so eine Sache, gerade als Student. Budget ist natürlich eines der größten Probleme, eventuell helfen da auch gleich WGs in Studentenwohnheimen – da ist man dann gleich mitten im Geschehen und kann so doch recht gut Kontakte knüpfen, und die sind auch für die Motiviation und das soziale Leben im Studium sehr wichtig 😉

  2. Das Auftreten ist wirklich wichtig. Als Student hatte ich es auch nicht leicht eine Wohnung zu finden. Die guten Wohnungen wollten die Vermieter dann nicht vergeben. Einer hatte mir auch ganz klar gesagt, dass für ihn ein Student nicht in Frage kommt. Dabei kommt es eigentlich nur darauf an, dass die Miete regelmäßig eingeht. Der letzte Tipp mit der finanziellen Situation ist super. Optimalerweise nimmt man dann Vater oder Mutter einfach zur Wohnungsbesichtigung mit – das müsste klappen denke ich.

  3. Schon beeindruckend, dass man heutzutage bei Wohnungsbesichtigungen um das Wohlwollen des Vermieters bzw. des Maklers buhlen muss. Derzeit bin ich auch auf Wohnungssuche in Kreuzberg und sehe was passiert, wenn eine Wohnung ein halbwegs gutes Preis-Leistungsverhältnis mitbringt. Sofort werden die Visitenkarten gezogen und erzählt wer so alles Manager ist. Naja, so ist das halt bei beliebten Wohngegenden. Das auch Kreuzberg in Berlin dieses Schicksal teil, zeigt wie rasant sich die Innenstadt von Berlin entwickelt. Bis jetzt sind noch viele Studenten in den Wohnungen. Aber man kriegt schon mit, dass die Wohnungseigentümer jetzt mehr auf Zahlungskräftigere Klientel schielt, da der Bezirk deutlich an Attraktivität und damit an den zu erzielenden Preisen zugenommen hat.

  4. Läuft ja heutzutage sowieso meist nur noch über Makler. Wenn man zu so einer Massenbesichtigung geht, dann kann man eignetlich nichts mehr selbst beeinflussen, dann läuft es ganz einfach nur noch nach Losverfahren… Aber ab und zu gibt es auch Makler, die sich für die Nachmieter als Typen interessieren… Ich hatte das Glück, dass eine Maklerin mich einfach enorm mochte und mir somit die Wohnung gegeben hat.

  5. Vielen Dank für die tollen Tipps. Ich werde dieses Frühjahr selbst anfangen zu studieren und mich daher auch schon bald auf die Wohnungssuche machen müssen. Leider sind die Wohnungen die nahe an einer Uni liegen auch meist die teureren und die begehrtesten.

  6. Man braucht derzeit aber wirklich viel Frustrationstoleranz. Selbst mit gutem Auftreten ist es schwierig, sich gegen 50 Bewerber durchzusetzen. Geburtenstarke Jahrgänge und Doppeljahrgänge, die demnächst an die Unis strömen, überlasten in fast allen Unistädten die Wohnungsmärkte.

  7. Sehr nette Tipps. Es ist manchmal wirklich schwierig eine Wohnung zu finden, oft ist man schon völlig unmotiviert und hoffnungslos wenn man sieht wieviele Leute auch die Wohnung haben wollen und als Student hat man da wirklich kaum Chancen, aber vielleicht hat ja jemand Glück mit deinen Tipps.

  8. Oh ja, ich kenn das nur zu gut. Ein Tipp noch von mir: Schnappt euch einen Freund bzw. Freundin und bekunden Interesse als Päärchen einzuziehen. So habe ich meine Wohnung nach etlichen Versuchen in Hamburg endlich bekommen.

    LG
    Michelle

  9. Hallo! Ich suche auch gerade eine neue Studentenunterkunft in Nürnberg. Ist gar nicht so einfach, etwas passables zu bekommen. Danke deshalb für deine Tipps, vielleicht helfen sie mir ja weiter 🙂 Gruß, Andre

  10. Das mit der Wohnungssuche kann ich nur bestätigen. Widmet man sich diesem Thema nämlich mit zu wenig biss, kann es sein dass man am ende erstmal im Wohnheim eine bleibe suchen muss.
    Viele WGs suchen nach offenen und stressfreien Mitbewohnern, darauf sollte man achten und im großen und ganzen soll es ja auch für den neuen Studenten passen!

  11. Immer mehr Vermieter achten darauf, sich eine Auskunft vom Vorvermieter sowie eine Einkommensbestätigung geben zu lassen, bevor sie die Wohnung vergeben. Es ist also nicht einfach geworden, sich als armer Student “durchzumogeln”. Der beste Weg zu einer komfortablen Wohnsituation sind immer noch Kontakte zu älteren Studenten. Die Fluktiation in WGs ist groß und oft werden Zimmer oder Wohnungen direkt an Nachmieter weitergegeben. Leerstehende Wohnungen, die neu vermietet werden, sind in typischen Studentenstädten eher selten.

  12. Zu Punkt 3: Jeder Student mit Bafög kann seinen Bescheid einreichen und erhöht so seine Kreditwürdigkeit.

    Es muss ja auch keine neue Wohnung sein. Der Einzug in eine WG macht auch oft Sinn, da dort vieles schon vorhanden ist.

  13. Vielen Dank für die nützlichen Tipps. Ich bin immer noch auf der Suche nach einer geegneten Bleibe und hoffe, dass ich mit diesen Tipps im Gepäck mehr Erfolg hab. Ich kann nur sagen: Der Wohnungsmarkt in Köln ist die Hölle!

  14. Jaaaa die gute alte Wohnungssuche… Ich bin bereits seit einem 3/4 Jahr auf Wohnungssuche… Ich bin Student und habe deshalb nicht ein allzuhohes Budget… Es ist schwer!!

  15. Hallo,

    also bei uns in Marburg ist es so oder so immer ganz schlimm zu Semesterbeginn. Regelmäßig gibt es Notquartiere und man muss sich wirklikch frühzeitig umsehen, wenn man neu nach Marburg kommt.
    Sind ein paar schöne Tipps, aber in den wirklichen Ballungsgebieten zu den Hochzeiten leider auch manchmal nur mit Glück einsetzbar.

    Gruß

    Marc

  16. Für die Vermieter ist immer der erste Eindruck wichtig, es sollten keine Zweifel bestehen ob man die Wohnung auch bezahlen kann oder aus der Wohnung eine Partymeile gemacht wird. Vernünftige Kleidung ist da natürlich selbstverständlich.

  17. Die Tpps sind echt gut und hilfreich. Bei der Einrichtung seiner eigenen Wohnung sollte man ruhig mal Bekannte und Verwandte nach übrigen Möbelstücken fragen um Geld einzusparen. Ich spreche aus Erfahrung. 🙂

  18. Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, mein Tipp wäre aber, zusätzlich zum Bafoeg-Bescheid auch eine (nur wenn) positive Schufa.Auskunft beizulegen. Die bekommt man kostenlos zugeschickt und einige Vermieter könnte das evtl. positiv stimmen, denn nicht nur ein (halbwegs) geregeltes Einkommen ist wichtig, sondern auch, dass man verantwortungsbewusst ist.

  19. Mit den Wohnungen ist es so oder so nicht so einfach, denn auch für den kleinen Geldbeutel gibt es nicht ganz so viele Wohnungen. Aber wenn man eine Wohnung endlich hat, so sollte man sich diese auch ganz individuell gestalten und sich so an das Leben in den eigenen vier Wänden gewöhnen.

  20. Ich wollte mehr zu Katrin sagen als zum eigentlich Thema:

    Die Eltern mitzunehmen kann ein zweischneidiges Schwert sein. Ich denke jemand der durch Kleidung und sicherem Auftreten überzeugen kann, sollte lieber drauf verzichten seine Eltern mitzunehmen.

    Just my 2 C€nts 😉

  21. Was auch unbedingt gesagt werden muss: Nehmt euch bei der Wohnungsübernahme/ Schlüsselübergabe jemanden mit, der ein Auge für kleine Fehlerchen hat, wie Kratzer in Fließen, Löcher im Boden / Flecken auf Teppichen oder nicht richtig schließende Fenster. All sowas muss bei der Übergabe beachtet und protokolliert werden, ansonsten müsst ihr wahrscheinlich bei eurem Auszug zahlen, auch wenn ihr nicht die Verursacher wart – zumindest kann das eintreten, wenn euer Nachmieter einen scharfen Blick hat.

  22. Vorallem der Einzug in eine WG kann sich mitunter sehr positiv auswirken, als Übergangslösung wenn man nicht rechtzeitig eine schöne/freie Wohnung gefunden hat. Da braucht man nicht viel “Aussteuer”, da meist alles schon vorhanden ist und kann sich in Ruhe sein Grundequipment aufbauen 🙂

  23. Also bei uns an der FH gibt es keine probleme bei der Wohnungssuche wer sich früh genug vor dem nächsten semester für das studentenwohnheim anmeldet bekommt meist auch einen Platz!

  24. In der Gegend in der ich wohne, gibt es genug Wohnungen für alle und man muss nicht um die Gunst des Vermieters fürchten.
    Da habe ich es ja recht gut, im Gegensatz zu anderen wie ich es hier so lese!

  25. Aus meiner Erfahrung muss ich auch sagen, dass die Wohnungssuche als Student eine schwierige und nervige Angelegenheit ist. Die drei genannten Tipps sollte man auf jeden Fall beherzigen, wenn man sich auf die Suche begibt, aber dann gehört auch noch etwas Glück dazu.

    Ich habe selber lange gesucht und wenn man kein gesichertes Einkommen hat, dann steht man neben den Mitbewerbern die schon lange im Beruf stehen direkt schecht da. Es ist da wirklich hilfreich wenn die Eltern zur Wohnungsbesichtigung mitkommen, damit der Vermieter auch sicher weiß, wo das Geld her kommt. Denn meistens zahlen die Eltern ja doch für einen Studenten die Wohnung.

    Eine WG Zimmer zu bekommen ist womöglich leichter, das stimmt, aber auch hier hat man das Problem, dass es einfach unglaublich viele Mitbewerber gibt. Man muss sich letztendlich wirklich durchbeissen und darf nicht zu schnell aufgeben. Und ganz zu schweigen natürlich von den hohen Mietpreisen, da hat man es als Student schon nicht so leicht, eine Wohnung oder ein WG Zimmer überhaupt finanzieren zu können.

  26. Grundsätzlich stimme ich zu, dass Studenten es schwer haben, eine Wohung zu erhalten. Deshalb profitieren ja gerade Uni`s in kleineren Städten, weil es dort von den Rahmenbedingungen für die Studenten viel angenehmer ist.

  27. Kleider machen Leute auch bei der Wohnungssuche. Ich sehe das täglich bei Wohnungsbesichtigungen das zukünftige Mieter schmutzig bekleidet und mit einer Arroganz den Vermieter begrüßen. Grundsätzlich sollte diesen Beitrag jeder vor der Wohnungssuche mal gelesen haben. Echt top.

  28. Erst einmal herzlichen Dank für den informativen Artikel. Ich schließe mich den Kommentar von Pia an, dass Zusagen für Wohnungen am Ende nur noch per Los entscheiden werden. Anstelle des seriösen Auftretens, hilft da leider nur noch ein dicker Gehaltscheck. Als Student zieht man da leider die schlechtere Karte.

    Immer mehr Studenten drängen in die Großstädte und suchen verzweifelt nach einer neuen Bleibe. Dadurch gibt es in den Wohnheimen kaum noch Platz und zusätzlich bauen private Investoren nur teuere Unterkünfte. Zum Glück habe ich ein Dach über dem Kopf.

  29. Super Tipps! Ich kann nur empfehlen, sich ein Zimmer in einem Studentenwohnheim zu nehmen! Das ist meist günstiger und bringt eine Menge Spaß! Und zum Lernen ist man in den Prüfungswochen auch total motiviert, wenn sich alle Mitbewohner im Zimmer vergraben um zu pauken 🙂 Da wird man wenigstens nicht abgelenkt 😀

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